Die ElringKlinger AG (ISIN: DE0007856023) hat am 13. Oktober 2026 ihre Umsatzprognose für das laufende Jahr angehoben. Der Zulieferer für die Automobilindustrie und weitere Branchen erwartet nun Erlöse von rund 1,8 Milliarden Euro. Bisher hatte der Vorstand lediglich ein organisches Wachstum leicht über dem Vorjahresniveau in Aussicht gestellt, also ohne Effekte aus Zukäufen oder Wechselkursen. Im Jahr 2025 hatte ElringKlinger 1,641 Milliarden Euro umgesetzt, der neue Ausblick entspricht damit einem Plus von knapp zehn Prozent. Auslöser sind vorläufige Zahlen für das dritte Quartal, in dem der Konzernumsatz auf 451 Millionen Euro nach 395 Millionen Euro im Vorjahr kletterte.
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ElringKlinger verbessert auch die Marge
Erfreulich ist, dass das Wachstum mit einer höheren Ertragskraft einhergeht. Das bereinigte EBIT, also der operative Gewinn ohne Sondereffekte, stieg im dritten Quartal auf 29,2 Millionen Euro nach 21,2 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich von 5,4 auf 6,5 Prozent. Nach neun Monaten steht ein bereinigtes EBIT von 87,2 Millionen Euro zu Buche, die Marge erreichte 6,4 Prozent nach 5,4 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Der Umsatz summiert sich für die ersten neun Monate auf 1,36 Milliarden Euro, nach 1,227 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Zuwachs von knapp elf Prozent. Aus der neuen Prognose ergibt sich für das Schlussquartal rechnerisch ein Umsatz von etwa 440 Millionen Euro, also ein ähnliches Niveau wie im dritten Quartal.
Weniger Schulden, mehr Mittelzufluss
Auch die Bilanz hat sich gefestigt. Die Nettofinanzverbindlichkeiten sanken binnen Jahresfrist von 389 auf 350 Millionen Euro. Die bereinigte Nettoverschuldungsquote, die die Schulden ins Verhältnis zum operativen Ergebnis vor Abschreibungen setzt, ging von 2,2 auf 1,7 zurück. Je niedriger dieser Wert ausfällt, desto größer ist der finanzielle Spielraum eines Unternehmens.
Der operative Free Cashflow erreichte im dritten Quartal 28,5 Millionen Euro nach 18,0 Millionen Euro im Vorjahr. Über neun Monate betrachtet bleibt er mit minus 29,0 Millionen Euro zwar negativ. Das Minus hat sich gegenüber den minus 78,6 Millionen Euro des Vorjahres aber deutlich verringert.
Was die Prognose offenlässt
Bemerkenswert ist, dass der Vorstand nur die Umsatzprognose anhebt. Die Ziele für die übrigen Kennzahlen und der mittelfristige Ausblick werden lediglich bestätigt. Zudem bleibt offen, welche Faktoren das Umsatzplus im Einzelnen tragen und welcher Anteil davon organisch erzielt wird. Mehr Klarheit dürften die vollständigen Quartalszahlen bringen, die ElringKlinger am 5. November 2026 vorlegen will. Der Ausblick gilt außerdem nur unter der Annahme, dass sich das wirtschaftliche Umfeld nicht wesentlich verändert. Trotz dieser Fragezeichen spricht die Entwicklung der vergangenen Monate dafür, dass ElringKlinger operativ besser vorankommt als vom Vorstand ursprünglich erwartet.









