Der Dämmstoffhersteller Steico (ISIN: DE000A0LR936) hat am 13. Oktober 2026 seine Zahlen für die ersten neun Monate vorgelegt und dabei ein gemischtes Bild gezeigt. Das Unternehmen sieht sich als Weltmarktführer bei Dämmstoffen aus Holzfasern und bietet zudem tragende Bauteile für den Holzbau an. Das dritte Quartal lief deutlich besser als im Vorjahr, Umsatz und Ergebnis legten spürbar zu. Über die gesamten neun Monate wirken jedoch der wetterbedingt schwache Jahresauftakt sowie hohe Energie- und Rohstoffkosten nach. Für das Gesamtjahr hat das Management seine Prognose konkretisiert und die Erwartung an die Marge am oberen Ende zurückgenommen.
Starkes drittes Quartal bei Steico
Zwischen Juli und September stieg der Umsatz um 8,9 Prozent auf 100,7 Millionen Euro. Das operative Ergebnis EBIT wuchs um fast 30 Prozent auf 10,3 Millionen Euro, die EBIT-Marge erreichte 9,9 Prozent. Beim EBITDA, also dem Ergebnis vor Abschreibungen, ging es um 14,6 Prozent auf 18,1 Millionen Euro nach oben.
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Den Vergleich sollte man allerdings richtig einordnen. Im Vorjahresquartal hatte ein Störfall in der Produktion zu längeren Lieferzeiten geführt, die Basis war also niedrig. Zudem lag der Umsatz im zweiten Quartal mit 105,4 Millionen Euro etwas höher, enthielt aber Nachholeffekte nach dem schwachen Jahresstart mit 94,8 Millionen Euro. Das dritte Quartal dürfte damit eher das Niveau zeigen, auf dem sich Steico derzeit bewegt.
Neun Monate unter Druck
Nach neun Monaten steht ein Umsatzplus von 3,1 Prozent auf 301,0 Millionen Euro zu Buche. Das EBITDA lag mit 47,1 Millionen Euro jedoch 11,1 Prozent unter dem Vorjahr, das EBIT fiel um 16,8 Prozent auf 24,9 Millionen Euro. Die EBIT-Marge beträgt 8,3 Prozent der Gesamtleistung.
Das Umfeld bleibt schwierig. Zwar steigt die Zahl der Baugenehmigungen wieder, doch die schwachen Genehmigungsjahre 2023 und 2024 kommen erst jetzt auf den Baustellen an. Viele genehmigte Projekte liegen wegen hoher Finanzierungs- und Baukosten vorerst auf Eis. Zusätzlich kämpft der Markt für Holzfaserdämmung mit Überkapazitäten und Preisdruck, was Preiserhöhungen erschwert.
Engere Prognose mit Vorbehalt
Für 2026 erwartet Steico nun ein Umsatzwachstum zwischen null und vier Prozent, was rund 382,9 bis 398,2 Millionen Euro entspricht. Bisher reichte die Spanne von minus zwei bis plus vier Prozent. Das EBIT soll bei 30,6 bis 35,0 Millionen Euro liegen, die Marge bei 8,0 bis 8,8 Prozent statt bisher bis zu 9,5 Prozent. Diese Aussichten gelten, sofern sich die Konjunktur nicht weiter eintrübt. Rechnerisch bleiben für das vierte Quartal 5,7 bis 10,1 Millionen Euro EBIT. Ein Wert am oberen Ende würde an die Stärke des dritten Quartals anknüpfen, das untere Ende eine deutliche Abschwächung zum Jahresende bedeuten.








