Die 1&1 AG (DE0005545503) zeigt sich im ersten Halbjahr robust, auch wenn die Anlaufkosten für das eigene Mobilfunknetz erwartungsgemäß belasten. Mit 16,33 Millionen Kundenverträgen und einem stabilen Service-Umsatz von 1.646,5 Millionen Euro beweist der Telekommunikationsanbieter operative Stärke.
Mobilfunknetz kostet Geld, bringt aber Zukunft
Das EBITDA ging um 13,1 Prozent auf 283,9 Millionen Euro zurück, was hauptsächlich den planmäßig höheren Anlaufkosten für das 1&1 Mobilfunknetz geschuldet ist. Diese beliefen sich auf 130,6 Millionen Euro nach 111,0 Millionen Euro im Vorjahr. Das operative Segment Access hielt sich mit einem EBITDA-Rückgang von nur 5,3 Prozent auf 414,5 Millionen Euro deutlich besser.
1&1 investiert kräftig in die Infrastruktur
Das Investitionsvolumen schnellte von 34,0 auf 118,0 Millionen Euro hoch – ein deutliches Zeichen für den Ausbau des eigenen 5G-Netzes auf Basis der innovativen Open-RAN-Technologie. Als vierter Netzbetreiber in Deutschland positioniert sich 1&1 für mehr Wettbewerb und technologische Unabhängigkeit.
Prognose bestätigt – Durststrecke absehbar
Das Management bestätigt die im Juni angepasste Prognose: Das EBITDA soll um 7,8 Prozent auf etwa 545 Millionen Euro zurückgehen. Der Rückgang resultiert aus höheren Vorleistungskosten beim National Roaming und dem Wechsel von Telefónica zu Vodafone. Das Ergebnis je Aktie fiel von 0,77 auf 0,42 Euro. Anleger sollten sich auf weitere schwierige Quartale einstellen, bis das eigene Netz vollständig hochgefahren ist und die Früchte der Investitionen geerntet werden können.







