Die AUTO1 Group SE (ISIN: DE000A2LQ884) hat ein sehr starkes zweites Quartal gemeldet. Europas führende Plattform für den Handel mit Gebrauchtwagen wuchs in allen wichtigen Bereichen. Insgesamt verkaufte die Gruppe rund 240.000 Fahrzeuge. Das entspricht einem Plus von fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch wichtiger als das reine Wachstum ist jedoch die steigende Profitabilität. Denn ein Plattformgeschäft muss beweisen, dass Größe auch zu höheren Gewinnen führt. Genau das gelingt AUTO1 zunehmend. Das bereinigte EBITDA stieg um 38 Prozent auf 58,6 Millionen Euro. Die zugehörige Marge kletterte auf 2,4 Prozent. Das Unternehmen bestätigte zudem seine Jahresprognose. Damit fügt sich das Quartal in einen längeren Aufwärtstrend ein.
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Wie AUTO1 das Wachstum verteilt
Ein Blick auf die Segmente zeigt eine gute Balance. Das Händlergeschäft, hier Merchant genannt, verkaufte rund 207.000 Fahrzeuge. Das ist ein Plus von 17 Prozent. Über diese Sparte handelt AUTO1 Autos an Partnerhändler in ganz Europa. Sie bildet das stabile Rückgrat des Konzerns.
Noch dynamischer entwickelte sich das Endkundengeschäft unter der Marke Autohero. Dort stieg der Absatz um mehr als 40 Prozent auf rund 33.000 Fahrzeuge. Der Umsatz in diesem Bereich legte sogar um 44 Prozent zu. Autohero verkauft aufbereitete Gebrauchtwagen direkt an Privatpersonen. Dieses Geschäft wächst schneller, bindet aber auch mehr Kapital. Der Bruttogewinn pro Fahrzeug lag hier bei rund 2.500 Euro und damit deutlich höher als im Händlergeschäft.
Neue Finanzierungswege bei der AUTO1 Group
Interessant ist auch die Finanzierungsseite. CFO Christian Wallentin verweist auf eine neue Transaktion namens FinanceHero 3. Dabei bündelt das Unternehmen Kfz-Ratenkaufverträge und platziert sie am Kapitalmarkt. Erstmals kam dabei ein sogenannter vertikaler Risikoselbstbehalt zum Einsatz. Solche Strukturen klingen technisch, haben aber einen klaren Zweck. Sie sollen kapitaleffizientes Wachstum ermöglichen, das sich zunehmend aus dem eigenen Geschäft finanziert.
CEO Christian Bertermann spricht von einem erneut sehr starken Quartal und betont die Vorteile des vertikal integrierten Modells. Für das Gesamtjahr bleibt AUTO1 bei seinen Zielen. Der Konzern peilt einen Absatz zwischen 940.000 und einer Million Fahrzeugen an. Das bereinigte EBITDA soll 250 bis 275 Millionen Euro erreichen. Den vollständigen Halbjahresbericht will das Unternehmen Anfang September veröffentlichen. Bis dahin bleibt das Bild eines Konzerns, der Wachstum und Ertrag zunehmend in Einklang bringt.









