Die Befesa S.A. (ISIN: LU1704650164) hat starke Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt. Der Konzern ist auf die Wiederverwertung von Reststoffen aus der Stahl- und Aluminiumindustrie spezialisiert. Er gilt als wichtiger Akteur in der Kreislaufwirtschaft. Im zweiten Quartal legte das bereinigte EBITDA um 17 Prozent auf 66 Millionen Euro zu. Damit setzte sich der positive Trend des Jahresbeginns fort und verstärkte sich sogar. Besonders auffällig ist ein Detail, das leicht übersehen wird. Denn Befesa senkt seine Verschuldung nun schon das neunte Quartal in Folge. Diese Beständigkeit sagt oft mehr über die Qualität eines Geschäftsmodells aus als eine einzelne Rekordzahl. Das Unternehmen bestätigte zudem seinen Ausblick für das Gesamtjahr.
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Wie Befesa das erste Halbjahr meisterte
Über die ersten sechs Monate stieg das bereinigte EBITDA um 11 Prozent auf 124 Millionen Euro. Die zugehörige Marge verbesserte sich von 19 auf 21 Prozent. Auch der Nettogewinn legte zu, und zwar um 12 Prozent auf 45 Millionen Euro. Der Umsatz ging zwar leicht auf 589 Millionen Euro zurück. Dies lag jedoch fast ausschließlich an ungünstigen Wechselkursen zwischen Euro und US-Dollar.
Getragen wurde die Entwicklung von mehreren Faktoren. Das verarbeitete Volumen an Stahlstaub wuchs um 7 Prozent. Höhere Zinkpreise und niedrigere Kosten für Koks und Strom halfen zusätzlich. Vor allem das US-Geschäft erwies sich als kräftiger Wachstumstreiber. Gleichzeitig gewann das Geschäft mit sekundärem Aluminium wieder an Schwung.
Befesa setzt auf Absicherung und Disziplin
Ein Kennzeichen des Unternehmens ist die vorausschauende Preisabsicherung. Befesa verlängerte sein Programm zur Zinkpreisabsicherung bis Ende 2028. Es liegt nun auf einem historischen Höchstniveau. Solche Absicherungen schaffen Planungssicherheit, weil sie Preisschwankungen abfedern. Für ein rohstoffnahes Geschäft ist das ein wertvoller Vorteil.
Auch bei den Investitionen bleibt der Konzern diszipliniert. Für das laufende Jahr sind rund 70 Millionen Euro geplant. In den Folgejahren soll die Summe unter 80 Millionen Euro liegen. Diese moderate Investitionsphase in Kombination mit soliden Erträgen schafft Raum für freien Mittelzufluss. Der Netto-Verschuldungsgrad sank bereits auf das 2,18-Fache. CEO Asier Zarraonandia verweist auf die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells und zeigt sich zuversichtlich für die Jahresziele. Diese sehen ein bereinigtes EBITDA zwischen 250 und 270 Millionen Euro vor. Ein Erweiterungsprojekt am Standort Bernburg soll im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden.









