Die Krones AG (ISIN: DE0006335003) hat solide Halbjahreszahlen vorgelegt. Der Konzern baut Maschinen und Anlagen für das Abfüllen und Verpacken von Getränken. Er zählt zu den bekannten Namen im deutschen Maschinenbau. Im ersten Halbjahr stieg der Auftragseingang um 4,5 Prozent auf rund 2,85 Milliarden Euro. Damit blieb die Investitionsbereitschaft der Kunden robust. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Denn das wirtschaftliche Umfeld bleibt anspruchsvoll. Handelskonflikte, schwankende Rohstoffpreise und geopolitische Spannungen sorgen für Unsicherheit. Umso bemerkenswerter ist es, dass Krones seine Ziele bestätigt. Das Unternehmen profitiert dabei von einer breiten Streuung über Länder und Produktgruppen. Diese Vielfalt federt einzelne Schwächen ab.
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Wie Krones seine Ertragskraft steigert
Der Umsatz lag im ersten Halbjahr bei 2,71 Milliarden Euro und damit knapp unter dem Vorjahr. Der Grund liegt jedoch nicht in schwacher Nachfrage. Vielmehr belasteten Wechselkurseffekte die Erlöse mit rund 60 Millionen Euro. Bereinigt um diese Einflüsse legte der Umsatz um 1,8 Prozent zu. Das sogenannte Book-to-Bill-Ratio erreichte einen Wert von 1,05. Es setzt Auftragseingang und Umsatz ins Verhältnis. Ein Wert über eins signalisiert, dass mehr Aufträge hereinkommen, als abgearbeitet werden. Deshalb rechnet Krones im zweiten Halbjahr mit anziehendem Wachstum.
Auch bei der Profitabilität gab es Fortschritte. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 10,6 auf 10,8 Prozent. Sie bewegt sich damit innerhalb der Zielspanne. Verantwortlich dafür sind strategische Maßnahmen zur Kostenoptimierung und stabile Preise.
Solide Finanzen als Fundament bei Krones
Ein weiterer Pluspunkt ist die finanzielle Stärke. Der freie Mittelzufluss verbesserte sich im zweiten Quartal deutlich. Zudem verfügt der Konzern über eine hohe Nettoliquidität von 404,5 Millionen Euro. Solche Reserven geben Spielraum in unsicheren Zeiten. Der Auftragsbestand von über vier Milliarden Euro sichert die Auslastung der Werke für das laufende Jahr weitgehend ab.
Für das Gesamtjahr bleibt Krones bei seinen Zielen. Der Vorstand erwartet ein bereinigtes Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent. Die EBITDA-Marge soll zwischen 10,7 und 11,1 Prozent liegen. Zugleich verschweigt das Unternehmen die Risiken nicht. Es verweist offen auf Zollpolitik, mögliche Lieferkettenprobleme und geopolitische Konflikte. Diese Faktoren können das kurzfristige Investitionsverhalten mancher Kunden beeinflussen. Insgesamt zeigt sich ein Konzern, der Wachstum und Vorsicht in Einklang bringt.









