Ein einziger Zeitungsbericht aus China hat am Dienstag gereicht, um die deutschen Chip-Nebenwerte auf Talfahrt zu schicken. Der chinesische Speicherchiphersteller CXMT soll große technologische Fortschritte gemacht haben, und die Sorge vor neuer Konkurrenz traf die zweite Reihe besonders hart. Elmos Semiconductor verlor 6,3 Prozent, Suss Microtec und Aixtron jeweils rund 3 Prozent, Siltronic 2,4 Prozent. Im SDax rutschte außerdem Vossloh nach einem skeptischen Analystenkommentar um 6,4 Prozent ab.
Heute früh kam dann ein Signal aus den Niederlanden, das die Lage in einem anderen Licht erscheinen lässt. ASML hebt die Prognose an und kann die Nachfrage nach seinen Maschinen in den kommenden Jahren nicht vollständig bedienen. Was das für Zulieferer und Ausrüster aus der zweiten Reihe bedeutet, ordnet Carsten Müller im heutigen Kursgespräch ein.
China ist in der Sendung gleich doppelt Thema. Bei humanoiden Robotern haben chinesische Hersteller einen Vorsprung herausgearbeitet, der selbst in Washington für Unruhe sorgt. 97 Prozent der im ersten Halbjahr ausgelieferten Humanoiden stammen aus China, und Morgan Stanley traut dem Markt bis 2050 mehr als 5 Billionen Dollar zu. Viele interessante Unternehmen sind in Hongkong und Shanghai notiert, von UBTech über Dobot bis Horizon Robotics. Welche davon deutsche Anleger tatsächlich kaufen können, wo die Hürden liegen und welche US-Konzerne durch Chinas Tempo ins Hintertreffen geraten könnten, erfahren Sie in der Sendung.
Außerdem auf dem Programm: die Bilanzen der US-Großbanken, bei denen hohe Gewinne auf fallende Kurse treffen, das Rekordhoch von Microsoft, die Gewinnserie bei Berkshire Hathaway nach dem Abschied von Warren Buffett aus dem Verwaltungsrat und die Entscheidung über die portugiesische TAP, bei der die Lufthansa nach einem Medienbericht vorn liegt. Dazu der Ausblick auf die US-Inflationsdaten am Nachmittag.









