Die Evotec SE (DE0005664809) macht deutliche Fortschritte bei der Umsetzung ihrer neuen Wachstumsstrategie. Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete das Biotech-Unternehmen zwar einen Umsatzrückgang um 5 Prozent auf 371,2 Millionen Euro, doch die strategische Neuausrichtung nimmt Fahrt auf.
Das bisher als „Shared R&D“ bezeichnete Berichtssegment wurde in „Discovery & Preclinical Development“ umbenannt. Diese Änderung spiegelt den strategischen Fokus besser wider und unterstreicht die Transformation zu einem nachhaltig profitablen Wachstumsmodell. Die Kostensenkungen liegen über dem ursprünglichen Plan.
Just – Evotec Biologics übertrifft Erwartungen
Besonders erfreulich entwickelte sich Just – Evotec Biologics (JEB). Die Biotechnologie-Sparte steigerte ihren Umsatz um 16 Prozent auf 102,2 Millionen Euro und übertraf damit die Erwartungen. Das starke Wachstum resultierte vor allem aus einer erweiterten Kundenbasis und neuen Geschäftsbeziehungen außerhalb der bestehenden Kooperationen mit Sandoz und dem Department of Defense.
Die Entwicklung belegt die erfolgreiche Umsetzung der Strategie für nachhaltiges und profitables Wachstum. JEB demonstriert das starke Potenzial der Umstellung auf ein weniger kapitalintensives Modell. Das Segment profitiert von seiner führenden Position als skalierbarer Technologieanbieter.
(Werbung) Jetzt Smartbroker+ Depot eröffnen und handeln
Evotec plant Verkauf der französischen Produktionsanlage
Ein strategischer Meilenstein war die Ankündigung einer nicht-bindenden Vereinbarung mit Sandoz über den möglichen Verkauf der J.POD-Anlage in Toulouse. Die Transaktion sieht eine Gegenleistung von rund 300 Millionen US-Dollar vor und markiert den geplanten Übergang zu einem weniger kapitalintensiven Geschäftsmodell. Durch den Verkauf will Evotec seine Technologie besser skalieren und nutzen.
Sandoz erhält Zugang zu Evotecs proprietärer Plattform für die integrierte Entwicklung und fortschrittliche kontinuierliche Herstellung von Biologika. Die Vertragsbedingungen sehen zusätzlich technologiebezogene Gegenleistungen, künftige Entwicklungsumsätze und Meilensteinzahlungen vor. Der Abschluss wird für das vierte Quartal erwartet.
Partnerschaften mit Bristol Myers Squibb florieren
Die Zusammenarbeit mit Bristol Myers Squibb trägt Früchte. Bedeutende Fortschritte bei Proteinabbau-Projekten führten zu Zahlungen von insgesamt 75 Millionen US-Dollar. Zusätzlich löste die Neurologie-Kooperation eine Forschungszahlung von 20 Millionen US-Dollar aus. Diese Erfolge unterstreichen Evotecs Expertise in wichtigen therapeutischen Bereichen.
Das Segment Discovery & Preclinical Development kämpft weiterhin mit einem schwachen Marktumfeld. Der Umsatz ging um 11 Prozent auf 269 Millionen Euro zurück. Evotec erwartet jedoch bereits für 2026 eine Erholung in diesem Marktsegment. Das bereinigte EBITDA lag bei minus 1,9 Millionen Euro und entsprach damit den Erwartungen.







