Der Autozulieferer HELLA GmbH & Co. KGaA (ISIN: DE000A13SX22), der unter dem Markennamen FORVIA HELLA firmiert, hat seine vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt. Das Ergebnis ist vielschichtig: Auf den ersten Blick sank der ausgewiesene Umsatz um 2,1 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Bereinigt man diesen Wert jedoch um negative Wechselkurseffekte, blieb der Umsatz stabil auf dem Niveau des Vorjahres bei 8,0 Milliarden Euro.
Das ist angesichts eines global schwierigen Marktumfelds mit Lieferkettenproblemen und Handelsrisiken eine solide Leistung. Noch deutlicher fällt die Entwicklung beim Ergebnis aus: Das Operating Income stieg auf 474 Millionen Euro, was einer Marge von 6,0 Prozent entspricht – nach 5,6 Prozent im Vorjahr. Besonders auffällig ist die Entwicklung beim Netto Cashflow, der von 189 auf 318 Millionen Euro kletterte und damit das Verhältnis zum Umsatz von 2,4 auf 4,0 Prozent verbesserte.
Elektronik wächst, Lichtsparte unter Druck
Das Bild ist intern jedoch nicht einheitlich. Das Elektronikgeschäft wuchs um 4,5 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro und profitierte vor allem vom Radar-Bereich sowie von steigender Nachfrage nach Fahrzeugzugangssystemen in Europa und China. Die Lichtsparte hingegen verlor 8,3 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro, weil verschiedene Großprojekte ausliefen und die Produktionsvolumina in Europa sanken. Diese Zweiteilung des Konzerns wird auch künftig eine zentrale Herausforderung bleiben.
FORVIA HELLA blickt vorsichtig auf 2026
Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 7,4 bis 7,9 Milliarden Euro – also möglicherweise einen weiteren leichten Rückgang. Die erwartete Marge liegt zwischen 5,4 und 6,0 Prozent. Das Management beschreibt das Branchenumfeld für 2026 als weiter anspruchsvoll, mit stagnierenden Produktionsvolumina und ohne nennenswerte Impulse vom Markt.
Die Strategie setzt daher auf regionale Diversifizierung, mehr Agilität und die Transformation des Lichtbereichs hin zu besserer Profitabilität. Für Beobachter des Sektors ist HELLA damit ein Beispiel für einen Zulieferer, der strukturelle Anpassungen im laufenden Betrieb stemmt – mit ersten sichtbaren Erfolgen, aber noch offenem Ausgang.









