Der Düngemittelkonzern K+S (DE000KSAG888) veröffentlichte seine Quartalszahlen und bestätigte dabei eine gemischte Entwicklung. Während höhere Preise das Geschäft stützten, sorgten operative Herausforderungen für Gegenwind.
Die Investitionszurückhaltung der Kunden bleibt ein zentrales Thema. Sowohl private als auch öffentliche Auftraggeber halten sich mit Bestellungen zurück. Trotzdem zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich für das traditionell starke zweite Halbjahr.
Preisanstieg kann Mengenverluste nicht kompensieren
Im zweiten Quartal profitierte K+S von deutlich gestiegenen Verkaufspreisen. Der Durchschnittspreis lag bei 336 Euro je Tonne und damit klar über dem Vorjahreswert von 305 Euro. Dennoch sank der Quartalsumsatz leicht auf 871,2 Millionen Euro.
Der Grund liegt in der reduzierten Absatzmenge. Die bereits im Juni gestartete Instandhaltungspause im kanadischen Werk Bethune sowie logistische Herausforderungen drückten die verkaufte Menge auf 1,74 Millionen Tonnen. Zusätzlich belastete der ungünstige Dollar-Euro-Wechselkurs das Ergebnis.
(Werbung) Jetzt Smartbroker+ Depot eröffnen und handeln
Wertberichtigungen belasten zusätzlich
Bereits im Juli hatte K+S einen nicht zahlungswirksamen Wertberichtigungsbedarf von rund zwei Milliarden Euro auf Vermögenswerte angekündigt. Diese buchhalterische Bereinigung spiegelt die veränderten Marktbedingungen wider und schafft Klarheit für Investoren.
Das bereinigte EBITDA erreichte im ersten Halbjahr 24 Millionen Euro und lag damit unter den Erwartungen. Die Belastungen durch bergbauliche Rückstellungen von 10 Millionen Euro wirkten sich zusätzlich negativ aus.
K+S bleibt optimistisch
Trotz der aktuellen Schwierigkeiten bestätigte CEO Christian Meyer die Prognose für das Gesamtjahr. Er erwartet ein EBITDA von 560 bis 640 Millionen Euro sowie einen leicht positiven bereinigten freien Cashflow. Diese Zuversicht basiert auf der Erwartung steigender Kalipreise und einer hohen Kapazitätsauslastung im globalen Markt.
Die Jahresabsatzmenge ohne Handelsware soll zwischen 7,5 und 7,7 Millionen Tonnen liegen. Mit einer soliden Bilanz und attraktiven langfristigen Perspektiven könnte K+S von einer Markterholung profitieren.







