Der Finanzdienstleister MLP (ISIN: DE0006569908) muss seine Gewinnerwartungen für das laufende Jahr nach unten korrigieren. Statt der ursprünglich angepeilten 100 bis 110 Millionen Euro rechnet das Unternehmen nun mit einem EBIT zwischen 90 und 100 Millionen Euro. Gleichzeitig plant der Vorstand eine strategische Neuausrichtung im Immobiliengeschäft. Die Tochtergesellschaft Deutschland.Immobilien soll sich künftig auf die Vermittlung und Konzeptionierung von Immobilienprojekten konzentrieren. Neue Projekte mit eigener Bauverantwortung sind nicht mehr vorgesehen, bestehende Vorhaben werden jedoch zu Ende geführt. Diese Entscheidung steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den Aufsichtsrat.
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Vermögensmanagement und Immobilien belasten Ergebnis
Die Anpassung der Prognose hat zwei wesentliche Ursachen. Zum einen entwickeln sich die erfolgsabhängigen Vergütungen im Vermögensmanagement anders als ursprünglich erwartet. Diese hängen von der Wertentwicklung der Anlagekonzepte ab und schlagen zu einem hohen Anteil auf das Ergebnis durch. Zum anderen verläuft das Immobilienentwicklungsgeschäft nicht wie geplant. Dabei zeigt sich eine grundsätzliche Problematik im Geschäftsmodell, weshalb MLP hier nun die Reißleine zieht und das Geschäftsfeld strategisch neu aufstellt.
MLP mit solidem dritten Quartal
Das operative Geschäft entwickelt sich durchaus zufriedenstellend. Im dritten Quartal erzielte MLP ein EBIT von 18,3 Millionen Euro und lag damit über dem Vorjahreswert von 17,8 Millionen Euro. Für die ersten neun Monate summiert sich das Ergebnis auf 61,1 Millionen Euro nach 66,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die weitere positive Geschäftsentwicklung bis zum Jahresende reicht nach aktueller Einschätzung jedoch voraussichtlich nicht aus, um die ursprüngliche Prognose noch zu erreichen.
Einmaleffekte aus Geschäftsfokussierung möglich
Die strategische Neuausrichtung bei Deutschland.Immobilien könnte das Ergebnis zusätzlich belasten. Der Vorstand rechnet mit möglichen Einmaleffekten, die eine Größenordnung von 12 Millionen Euro nicht überschreiten dürften. Diese würden sich gegebenenfalls auch noch auf das EBIT des laufenden Geschäftsjahres auswirken. Die genaue Bezifferung ist derzeit allerdings noch nicht verlässlich möglich. MLP will am 13. November wie geplant die detaillierten Informationen zur Geschäftsentwicklung für das dritte Quartal und die ersten neun Monate veröffentlichen.








