Für die IBU-tec advanced materials AG (ISIN: DE000A0XYHT5) hängt viel an einer einzigen Baustelle. In Bitterfeld entsteht eine Produktionsanlage für LFP-Batteriematerial, die die bestehenden Kapazitäten des Unternehmens etwa verfünffachen soll. Mitte Juli meldete der Spezialist für thermische Verfahrenstechnik, dass der Aufbau weiterhin nach Plan verläuft. Logistikinfrastruktur, erweiterte Analytik und die Harmonisierung der IT-Systeme schreiten demnach gemäß Zeitplan voran. Zudem hat das Detail-Engineering für die Produktionsanlagen begonnen. Solche Zwischenmeldungen klingen unspektakulär, doch bei Großprojekten dieser Art ist Planmäßigkeit die eigentliche gute Nachricht.
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Der Fahrplan im Detail
Auf dem Gelände steht bereits der Stahlbau für eine Logistikhalle mit Platz für rund 1.800 Paletten. Der Innenausbau soll in den kommenden sechs Monaten abgeschlossen werden. Nach dem Richtfest für den neuen Sprühturm im April ist das ein weiterer sichtbarer Fortschritt.
Der nächste Prüfstein folgt im vierten Quartal 2026, denn dann soll der Probebetrieb des Sprühturms beginnen. Die eigentliche Produktionsanlage geht planmäßig 2028 in Betrieb. Ihre Kapazität wird dann bei 15.000 Tonnen liegen.
Was IBU-tec strategisch besonders macht
Drei Punkte heben das Vorhaben aus der Masse heraus. Erstens basiert es auf einem eigenen Verfahren, das ohne chinesische Technologie auskommt. Das ist politisch wie wirtschaftlich bedeutsam, weil Europa unabhängiger von asiatischen Lieferketten werden will. Zweitens verbraucht die Technologie nach Unternehmensangaben nur etwa halb so viel Energie wie herkömmliche Verfahren, was den CO2-Fußabdruck deutlich verbessert.
Der dritte Punkt ist für Anleger vermutlich der wichtigste. Der Partner PowerCo hat sich die gesamte Produktionsmenge für mindestens zehn Jahre vertraglich gesichert. Damit steht die Abnahme fest, bevor die erste Tonne produziert ist. Genau das nimmt einem solchen Investitionsprojekt einen erheblichen Teil des Risikos.
Einordnung und Ausblick
Ganz ohne Vorbehalte geht es dennoch nicht. Bis zum Produktionsstart 2028 vergehen noch rund zwei Jahre, und Großprojekte bergen stets Umsetzungs- und Kostenrisiken. Zudem bindet der Aufbau erhebliche Mittel, bevor Erlöse fließen. Die regelmäßigen Fortschrittsmeldungen sind vor diesem Hintergrund als Signal an den Kapitalmarkt zu verstehen, dass der Zeitplan hält.
CEO Jörg Leinenbach verweist auf den engen Austausch mit dem Partner und erwartet in den kommenden Monaten weitere Meilensteine. Gelingt die Umsetzung, wäre IBU-tec ein fester Baustein der europäischen Batteriewertschöpfung. Für ein Unternehmen dieser Größe ist das eine bemerkenswerte Perspektive.









