Der Vermögensverwalter LAIQON (ISIN: DE000A12UP29) meldet für das erste Halbjahr 2026 einen kräftigen Sprung beim verwalteten Vermögen. Zum 30. Juni betreute das Unternehmen rund 11,0 Milliarden Euro, nach 7,0 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Zuwachs von fast 57 Prozent. Auch gegenüber dem Jahresende 2025 ging es weiter aufwärts, und zwar organisch um rund eine Milliarde Euro. Für einen spezialisierten Anbieter im Wettbewerb mit großen Banken ist das ein deutliches Wachstumssignal. Wichtig ist dabei die Einordnung: Es handelt sich zunächst um vorläufige Kennzahlen zum verwalteten Vermögen, nicht um Umsatz oder Gewinn. Die entscheidenden Ergebniszahlen folgen erst später.
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Digital Wealth wird zum Zugpferd
Am dynamischsten entwickelte sich das Segment Digital Wealth. Hier verdoppelte sich das verwaltete Vermögen binnen eines Jahres nahezu und erreichte 1,3 Milliarden Euro. Allein im ersten Halbjahr kamen 56 Prozent hinzu. Damit trug dieser Bereich erstmals spürbar zum Konzernwachstum bei, nämlich rund 45 Prozent.
Wesentlicher Treiber war das hauseigene Wealth-Tech LAIC, das seine Technologie auch anderen Anbietern als sogenannter White-Label-Partner zur Verfügung stellt. Genau dieses Partnergeschäft skaliert nun sichtbar. Für LAIQON ist das strategisch bedeutsam, weil solche Kooperationen mit vergleichsweise geringem Aufwand große Volumina bewegen können. Auch der digitale Robo-Advisor growney und die KI-Fonds legten zu.
Was bei LAIQON noch offen bleibt
Ganz ohne Reibung verlief das Halbjahr allerdings nicht. Im Segment Wealth Management kam es zu einer bewussten Bereinigung der Kundenstruktur. In der Folge floss dort Vermögen ab. Für das Unternehmen ist dies eine gezielte Aufräumaktion. Im Gegenzug wurden aber asuch neue Berater eingestellt. Der Effekt daraus soll sich im zweiten Halbjahr zeigen.
Getragen wurde das starke Wachstum unter anderem durch die Übernahme des MainFirst-Portfolios im Volumen von 2,1 Milliarden Euro. Das zeigt, dass LAIQON auch über Zukäufe wächst und nicht allein organisch. Zugleich wurde der Wegfall eines großen institutionellen Mandats vollständig ausgeglichen, was für die Stabilität der Plattform spricht.
Vorstandschef Achim Plate zeigte sich mit dem Verlauf sehr zufrieden: „Wir sind mit der Entwicklung der AuM im H1 2026 sehr zufrieden. Besonders erfreulich verläuft die Dynamik im White-Label-Partnergeschäft, das zunehmend sichtbar zur Skalierung unserer Plattform beiträgt. Er bekräftigte das Ziel von 12 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen bis Jahresende. Parallel läuft ein Restrukturierungsprogramm, das die Kosten-Ertrags-Relation bis 2027 auf 70 Prozent senken soll. Weitere Details dürften die vorläufigen Umsatz- und EBITDA-Zahlen am 12. August sowie der vollständige Halbjahresbericht am 28. August bringen.









