Der Großküchenausrüster Rational AG (ISIN: DE0007010803) hat in den vergangenen Jahren ein beeindruckendes Geschäftsmodell aufgebaut. Hohe Margen, eine starke Marktstellung und eine außergewöhnlich stabile Nachfrage prägen das Bild. Nun setzt das Unternehmen einen weiteren strategischen Schritt: Mit einem speziell für den chinesischen Markt entwickelten Kombidämpfer will Rational seine Präsenz in einem der weltweit größten Gastronomiemärkte deutlich ausbauen. Damit zeigt sich einmal mehr, dass Wachstum bei Rational nicht nur über neue Gerätegenerationen, sondern auch über regionale Expansion entstehen kann.
Rational setzt auf China als Zukunftsmarkt
Mit dem neuen Gerät iCombi One bringt Rational erstmals einen Kombidämpfer auf den Markt, der speziell für die Anforderungen der chinesischen Küche entwickelt wurde. Das Besondere: Das Gerät wurde direkt vor Ort entwickelt und wird auch dort produziert. Ziel ist es, die Besonderheiten der regionalen Gastronomie besser abzubilden und gleichzeitig die Marktdurchdringung zu erhöhen.
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Die Strategie ist nachvollziehbar. Während Kombidämpfer in Europa und Nordamerika längst zum Standard in professionellen Küchen gehören, ist diese Technologie in vielen asiatischen Märkten noch deutlich weniger verbreitet. Genau darin liegt das Potenzial. Rational geht davon aus, dass weltweit noch rund drei Viertel aller Küchen mit traditionellen Geräten arbeiten.
Mit seinem Systemansatz versucht das Unternehmen, mehrere klassische Geräte gleichzeitig zu ersetzen. Braten, grillen, dämpfen oder backen lassen sich in einem einzigen System kombinieren. Gerade in Küchen mit hohem Durchsatz kann das ein klarer Effizienzvorteil sein.
Rational bleibt außergewöhnlich profitabel
Die wirtschaftliche Ausgangslage des Unternehmens ist weiterhin bemerkenswert stark. Im Jahr 2025 erzielte Rational einen Umsatz von rund 1,26 Milliarden Euro und ein EBIT von etwa 333 Millionen Euro. Daraus ergibt sich eine operative Marge von rund 26 Prozent. In der industriellen Fertigung gehört das zu den höchsten Profitabilitätsniveaus überhaupt.
Auch die Bilanzstruktur ist ungewöhnlich solide. Die Eigenkapitalquote liegt bei rund 80 Prozent. Das verschafft dem Unternehmen enorme finanzielle Flexibilität und erlaubt es, neue Märkte langfristig aufzubauen, ohne unter kurzfristigen Renditedruck zu geraten.
Diese Kombination aus Marktführerschaft, hoher Marge und starker Bilanz hat Rational über viele Jahre zu einem der qualitativ hochwertigsten Industrieunternehmen im deutschen Aktienmarkt gemacht.
Rational adressiert einen riesigen Markt
Die eigentliche Wachstumsstory liegt jedoch in der Marktgröße. Rational schätzt das weltweite Potenzial für seine Geräte auf rund 4,8 Millionen professionelle Küchen. Ein Großteil davon nutzt bislang noch klassische Kochtechnik.
China spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Der Gastronomiemarkt wächst dort weiterhin dynamisch. Gleichzeitig steigt der Druck auf Küchenbetreiber, Prozesse effizienter zu gestalten und Personal einzusparen. Moderne Kochsysteme können dabei eine wichtige Rolle spielen.
Mit der lokalen Entwicklung und Produktion des neuen Geräts signalisiert Rational, dass der chinesische Markt langfristig eine größere Rolle im Konzern spielen soll. Sollte sich das Konzept bewähren, könnte China in den kommenden Jahren zu einem der wichtigsten Wachstumstreiber werden.
Damit bleibt Rational ein interessantes Beispiel für ein Unternehmen, das seine Marktführerschaft nicht nur über Technologie, sondern auch über eine konsequent internationale Expansionsstrategie ausbaut.









