Die Shelly Group (ISIN: BG1100003166) hat im Black Friday-Geschäft 2025 eine bemerkenswerte Transformation vollzogen. Mit einem Umsatzplus von 50 Prozent auf 36 Millionen Euro im entscheidenden Verkaufszeitraum zeigt der IoT-Spezialist nicht nur Wachstumsstärke, sondern vor allem strategische Reife. Während ein großer Marktplatzpartner temporär schwächere Abnahmemengen verzeichnete, explodierte das Geschäft im eigenen Webshop regelrecht.
Die Verdreifachung der Nachfrage in diesem Kanal offenbart eine klare Botschaft: Shelly gewinnt zunehmend die direkte Kontrolle über seine Kundenbeziehungen und reduziert damit die Abhängigkeit von externen Plattformen. Besonders die regionalen Lokalisierungen für Italien und Großbritannien zahlen sich aus und unterstreichen die internationale Skalierbarkeit des Geschäftsmodells.
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Professionalisierung als Margentreiber
Hinter den reinen Verkaufszahlen verbirgt sich eine strategisch bedeutsame Entwicklung. Das Professional-Business gewinnt kontinuierlich an Gewicht und bringt nicht nur höhere Projektvolumina, sondern auch attraktivere Margen ins Geschäft. Die Shelly Pro 3EM-Produktlinie verzeichnete deutliche Zuwächse im professionellen Anwenderumfeld, während die LOQED Smart Locks und BLU TRV Heizkörperthermostate von saisonalen Effekten und dem anhaltenden Energieeffizienz-Trend profitierten. Diese Produktdiversifizierung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis gezielter Entwicklungsarbeit. Shelly bewegt sich damit vom reinen DIY-Anbieter zum ernstzunehmenden Systemlieferanten für professionelle Anwender.
Stabilität trotz Marktplatz-Turbulenzen
Die Fähigkeit, Rückgänge bei einem Marktplatzpartner durch eigene Kanäle zu kompensieren, demonstriert operative Flexibilität und eine robuste Mehrkanal-Strategie. Für Anleger ist dies ein wichtiges Signal: Die Abhängigkeit von einzelnen Vertriebspartnern sinkt, während gleichzeitig die Kundenbindung über eigene Touchpoints steigt. Die gleichmäßigere Verteilung der Nachfrage über das vierte Quartal hinweg deutet zudem auf eine Normalisierung der Kaufmuster hin und reduziert die Konzentration auf einzelne Peak-Events. Dies sollte mittelfristig zu einer besseren Planbarkeit und Margenstabilität beitragen.
Shelly Group hält Jahresziele im Blick
Mit Blick auf die bekräftigte Jahresprognose von 145 bis 155 Millionen Euro Umsatz und 35 bis 40 Millionen Euro EBIT positioniert sich Shelly weiterhin ambitioniert. Nach 106,7 Millionen Euro Umsatz im Vorjahr würde selbst das untere Ende der Bandbreite ein Wachstum von rund 36 Prozent bedeuten. Die EBIT-Marge bleibt dabei komfortabel im Bereich von 24 bis 26 Prozent und unterstreicht die Profitabilität des Geschäftsmodells. Die erfolgreichen Black Friday-Verkäufe bilden dabei eine solide Basis für ein starkes Schlussquartal, zumal die Heizperiode zusätzliche Nachfrageimpulse verspricht. Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen die Dynamik im Professional-Segment weiter ausbauen und die Direktvermarktung nachhaltig etablieren kann.







