Die Wachstumsstory nimmt Fahrt auf. TAG Immobilien (ISIN: DE0008303504) hat nicht nur die Prognosen für 2025 angehoben, sondern erstmals auch konkrete Ziele für 2026 präsentiert. Diese zeigen ein bemerkenswertes Bild: Während das deutsche Vermietungsgeschäft solide läuft, entwickelt sich Polen zunehmend zum Ergebnistreiber. Das polnische Verkaufsgeschäft soll 2026 um knapp 50 Prozent zulegen und den FFO II deutlich nach oben ziehen.
Für Anleger besonders interessant ist die angekündigte Dividendenerhöhung von rund 30 Prozent für 2026. Diese basiert auf einer Anhebung der Ausschüttungsquote von 40 auf 50 Prozent des FFO I. Das Unternehmen demonstriert damit Vertrauen in die eigene Ertragskraft und signalisiert, dass die Wachstumsinvestitionen den Verschuldungsgrad nicht belasten werden.
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Neunmonatszahlen zeigen operative Stärke
Die Zahlen für die ersten neun Monate belegen die operative Leistungsfähigkeit. Der FFO I stieg um 4 Prozent auf 135,8 Millionen Euro, das EBITDA aus dem Vermietungsgeschäft legte um 6 Prozent zu. Besonders bemerkenswert ist der Leerstandsabbau in Deutschland auf 3,8 Prozent im dritten Quartal, der sich im Oktober weiter auf 3,6 Prozent reduzierte. In Polen liegt die Leerstandsquote sogar nur bei 2,9 Prozent. Das like-for-like Mietwachstum bewegt sich in beiden Märkten auf solidem Niveau. Die Kapitalerhöhung im dritten Quartal über 186 Millionen Euro hat den LTV deutlich auf 42,3 Prozent gesenkt. Nach Vollzug der geplanten Akquisition von 5.300 Mietwohnungen in Polen wird der LTV bei rund 46,1 Prozent liegen und damit nahe am Zielwert.
Polen wird zum zentralen Wachstumstreiber
Das polnische Verkaufsgeschäft zeigt eindrucksvoll, wo die Reise hingeht. 1.973 Wohnungen wurden in den ersten neun Monaten verkauft, das Verkaufsvolumen erreichte 327 Millionen Euro. Das Verkaufsergebnis lag bei 34,2 Millionen Euro, wobei der Großteil der für 2025 geplanten Übergaben ins vierte Quartal fällt. Für 2026 prognostiziert das Management einen Anstieg auf 92 bis 98 Millionen Euro. Treiber sind die deutlich gestiegenen Verkaufspreise und eine attraktive Rohergebnismarge von über 30 Prozent. Der FFO I soll 2026 auf 187 bis 197 Millionen Euro klettern, der FFO II auf 279 bis 295 Millionen Euro. Dies entspricht Steigerungsraten von 9 beziehungsweise 19 Prozent.
TAG Immobilien als Zwei-Länder-Strategie mit Momentum
Die Strategie geht auf. Während das deutsche Portfolio seit Mitte 2024 wieder Wertzuwächse zeigt und solide Cashflows generiert, sorgt Polen für dynamisches Wachstum. Die verzögerte Kartellgenehmigung für die Akquisition der 5.300 Wohnungen ändert nichts am Gesamtbild, verschiebt den Vollzug aber auf Ende erstes oder Anfang zweites Quartal 2026. Das Unternehmen profitiert von seiner Doppelstrategie: stabiles Vermietungsgeschäft in Deutschland kombiniert mit wachstumsstarkem Entwicklungsgeschäft in Polen.
Die Bewertung des deutschen Portfolios sollte im zweiten Halbjahr weitere Unterstützung liefern. Das Management rechnet mit einem Wertanstieg ähnlich dem ersten Halbjahr von rund 1,4 Prozent. Mit der geplanten Dividendenerhöhung und dem prognostizierten Ergebniswachstum positioniert sich TAG als attraktiver deutscher Immobilienwert mit Polen-Fantasie.








