Der Stahlkonzern Salzgitter (ISIN: DE0006202005) blickt auf ein erfreuliches erstes Halbjahr 2026 zurück und hat gleich mehrere gute Nachrichten im Gepäck. Die Geschäftsbereiche Stahlerzeugung, Handel und Technologie entwickelten sich deutlich besser als im Vorjahr. Besonders auffällig ist der Sprung beim EBITDA VX, also der um Bewertungseffekte bereinigten Ergebnisgröße. Dieses erreichte 459,0 Millionen Euro, nachdem es ein Jahr zuvor nur 116,8 Millionen Euro betragen hatte. Auch das Vorsteuerergebnis VX drehte klar ins Plus und lag bei 257,6 Millionen Euro, verglichen mit einem Minus von 83,8 Millionen Euro im Vorjahr. Der Außenumsatz blieb mit 4,6 Milliarden Euro nahezu stabil. Diese Kombination aus stabilem Umsatz und stark steigendem Ergebnis zeigt, dass im Konzern an vielen Stellen gleichzeitig etwas gelungen ist.
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Wie die Aurubis-Beteiligung das Ergebnis von Salzgitter prägt
Ein wesentlicher Treiber war die Beteiligung an der Aurubis AG. Sie wird nach der sogenannten At-Equity-Methode einbezogen, bei der der anteilige Gewinn des Partnerunternehmens im Konzernergebnis auftaucht. Allein dieser Beitrag lag bei 193,0 Millionen Euro, nach 71,5 Millionen Euro im Vorjahr. Das ist ein außerordentlich hoher Wert, der das Gesamtbild stark beeinflusst hat. Anleger sollten diesen Zusammenhang kennen, weil ein so großer Beitrag aus einer Beteiligung schwer planbar bleibt.
Daneben half auch das eigene Ergebnisverbesserungsprogramm P28. Es erzielte bis Ende Juni nachhaltige Effekte von 97 Millionen Euro. Damit hat der Konzern bereits den Großteil des für 2026 angepeilten Jahresziels von 122 Millionen Euro erreicht. Seit Programmbeginn summieren sich die Effekte auf fast 350 Millionen Euro, von langfristig angestrebten 575 Millionen Euro. Solche Programme zeigen, dass hier nicht nur auf günstige Umstände gehofft wird, sondern aktiv gegengesteuert wird.
Salzgitter schärft das Portfolio und hebt den Ausblick an
Strategisch war das Halbjahr ebenfalls bedeutend. Kurz nach dem Quartalsende schloss der Konzern die vollständige Übernahme der Hüttenwerke Krupp Mannesmann ab und stärkt damit seine Position im Stahlgeschäft. Zugleich trennte sich das Unternehmen von der Klöckner DESMA Elastomertechnik, ein Schritt im aktiven Portfoliomanagement. Vorstandsvorsitzender Gunnar Groebler sprach von wegweisenden Monaten, und Finanzvorständin Birgit Potrafki verwies auf die starke Entwicklung.
Auf dieser Basis hat der Vorstand die Prognose bereits Mitte Juli angehoben. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun mit einem Umsatz von rund 10,0 Milliarden Euro sowie einem EBITDA VX zwischen 725 und 825 Millionen Euro. Das EBT VX soll zwischen 325 und 425 Millionen Euro liegen. Diese höheren Erwartungen berücksichtigen bereits die vollständige Einbeziehung der übernommenen Werke. Zur Einordnung gehört jedoch auch, dass die Nettofinanzposition Ende Juni bei minus 792 Millionen Euro lag und zum Jahresende bei knapp über einer Milliarde Euro erwartet wird. Die hohen Investitionen in das Dekarbonisierungsprogramm SALCOS spielen dabei eine wichtige Rolle.









