Der Wealth-Spezialist Laiqon (ISIN: DE000A12UP29) hat vorläufige Zahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt, die einen wichtigen Wendepunkt markieren. Das Unternehmen verwaltet nach eigenen Angaben inzwischen ein Vermögen von 11,30 Milliarden Euro, gemessen am Stichtag 7. August 2026. Gegenüber dem Ende des ersten Quartals bedeutet das einen Zuwachs von rund 1,6 Milliarden Euro oder knapp 16 Prozent. Damit rückt das für Ende 2026 gesetzte Ziel von 12 Milliarden Euro in greifbare Nähe. Parallel dazu stiegen die Umsatzerlöse deutlich. Im ersten Halbjahr kletterten sie um rund 63 Prozent auf 23,16 Millionen Euro, nach 14,17 Millionen Euro im Vorjahr. Für ein Unternehmen, das sich mitten in einer Wachstumsstrategie befindet, sind das ermutigende Signale.
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Warum das zweite Quartal für Laiqon den entscheidenden Unterschied macht
Besonders aufschlussreich ist der Blick auf das zweite Quartal. Hier zeigte sich die operative Dynamik am deutlichsten. Das EBITDA verbesserte sich gegenüber dem Vorquartal um 2,45 Millionen Euro und erreichte mit 1,08 Millionen Euro erstmals einen positiven Wert. Zum Vergleich, im ersten Quartal hatte es noch bei minus 1,37 Millionen Euro gelegen. Bemerkenswert ist, dass in diesem positiven Ergebnis bereits Restrukturierungsaufwendungen von 1,02 Millionen Euro enthalten sind. Das Unternehmen hat also trotz einmaliger Belastungen die Gewinnschwelle im operativen Geschäft überschritten.
Diese Entwicklung ist das Ergebnis mehrerer Faktoren. Zum einen wirkte die Übernahme mehrerer MainFirst-Publikumsfonds, die den Bereich Asset Management stärkte. Zum anderen sorgte das Segment Digital Wealth für kräftige Impulse. Dort verdoppelten sich die Umsätze im Jahresvergleich nahezu, getrieben durch White-Label-Partnerschaften in der genossenschaftlichen FinanzGruppe. CEO Achim Plate zeigte sich zufrieden und betonte, dass Wachstum und Profitabilität zunehmend Hand in Hand gingen.
Laiqon bleibt beim Kostenprogramm konsequent und blickt nach vorn
Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen ein ausgeglichenes Bild an. Das vorläufige EBITDA für das erste Halbjahr wird voraussichtlich bei minus 0,29 Millionen Euro liegen, nach minus 0,82 Millionen Euro im Vorjahr. Damit nähert sich Laiqon einem ausgeglichenen Ergebnis, obwohl auch hier die einmaligen Restrukturierungskosten von rund 1,02 Millionen Euro verrechnet sind. Das im März 2026 gestartete Kostensenkungsprogramm flankiert die Strategie und soll die Basis für weiteres profitables Wachstum legen.
Für das zweite Halbjahr erwartet der Konzern einen weiteren beschleunigten Anstieg der Umsatzerlöse. Getragen wird diese Zuversicht von organischen Wachstumsinitiativen in allen Segmenten. Anleger sollten dennoch im Blick behalten, dass das Halbjahresergebnis unter dem Strich noch leicht negativ bleibt und die Zahlen vorläufig und ungeprüft sind. Am 28. August 2026 will der Vorstand die Ergebnisse in einem Webcast erläutern und ein Strategieupdate geben. Bis dahin bleibt der eingeschlagene Weg vielversprechend, auch wenn der endgültige Beweis für nachhaltige Profitabilität noch aussteht.








