Die Münchner kommen nicht wirklich vom Fleck. Cherry (ISIN: DE000A3CRRN9) meldet zwar für das dritte Quartal 2025 einen Umsatz von 24,7 Millionen Euro und liegt damit über dem Vorjahreswert von 22,6 Millionen Euro. Doch die bereinigte EBITDA-Marge bleibt mit minus 10,5 Prozent tief im roten Bereich, auch wenn sie sich gegenüber dem Vorjahreswert von minus 13,7 Prozent verbessert hat. Das eigentliche Problem: Die Zahlen liegen unter den eigenen Erwartungen des Vorstands.
Prognose auf dem Prüfstand
Der Vorstand nimmt die enttäuschenden Ergebnisse zum Anlass zu prüfen, ob und in welchem Umfang die Gesamtjahresprognose angepasst werden muss. Das ist eine Formulierung, die Anleger hellhörig werden lässt. Eine Prognosesenkung würde bedeuten, dass Cherry die selbst gesteckten Ziele für 2025 nicht erreichen kann. In einem Markt für Peripheriegeräte, der von harter Konkurrenz und Preisdruck geprägt ist, keine Überraschung, aber dennoch ein Warnsignal.
Wo liegt das Problem bei Cherry?
Der Hersteller von Tastaturen, Mäusen und anderen Eingabegeräten kämpft seit geraumer Zeit mit schwachen Margen. Trotz leichter Verbesserungen gelingt es nicht, in die Gewinnzone zu kommen. Die Frage ist, ob Cherry sein Produktportfolio ausreichend differenzieren kann, um sich gegen die günstige Konkurrenz aus Asien zu behaupten. Premium-Schalter allein scheinen nicht zu reichen.
Was kommt jetzt?
Cherry muss nun liefern und zeigen, dass die eingeleiteten Maßnahmen greifen. Eine mögliche Prognosekorrektur wäre ein weiterer Dämpfer für die ohnehin gebeutelte Aktie. Anleger sollten die kommenden Wochen genau beobachten, wie sich der Vorstand positioniert. Das vierte Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft wird entscheidend sein. Kann Cherry hier punkten, könnte sich das Blatt noch wenden. Bleibt die Nachfrage jedoch verhalten, droht ein schwieriges Gesamtjahr 2025.









