Die clearvise AG (ISIN DE000A1EWXA4) zeigt im ersten Halbjahr 2025 eindrucksvoll, wie sich ein gut strukturiertes Portfolio auszahlt. Trotz schlechter Windverhältnisse konnte der unabhängige Stromproduzent sein bereinigtes EBITDA um fünf Prozent auf 13,6 Millionen Euro steigern. Ein Erfolg, der umso bemerkenswerter ist, als die Natur nicht mitspielte.
Abregelungen bremsen clearvise aus
Das Frankfurter Unternehmen clearvise (DE000A1EWXA4) musste sich in den ersten sechs Monaten mit unterdurchschnittlichen Windverhältnissen herumschlagen. Dazu kamen regelmäßige Abregelungen durch Netzbetreiber, die das operative Geschäft zusätzlich belasteten. CFO Manuel Sieth bringt es auf den Punkt: Die technischen Möglichkeiten der Parks hätten eine deutlich höhere Stromproduktion zugelassen.
Ohne diese Einschränkungen wäre die Gesamtproduktion bei rund 236,1 Gigawattstunden gelegen und damit über dem Vorjahresniveau. Stattdessen musste sich das Unternehmen mit 220 Gigawattstunden begnügen. Die Umsatzerlöse sanken entsprechend um vier Prozent auf 18,2 Millionen Euro.
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Solarparks glänzen im zweiten Quartal
Während die Windkraft schwächelte, zeigten sich die Photovoltaik-Anlagen von ihrer besten Seite. Im zweiten Quartal legten sie um beachtliche 13,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Mit einem Anteil von 39 Prozent an der Gesamtproduktion wird die Solarsparte immer wichtiger für clearvise. Diese Diversifikation zahlt sich aus und mildert die Abhängigkeit von Windschwankungen ab.
Strategiewechsel zur YieldCo geplant
Besonders spannend wird der angekündigte Strategiewechsel. clearvise will sich als YieldCo positionieren und damit stabile, planbare Ausschüttungen in den Mittelpunkt stellen. Dieser Schritt könnte das Unternehmen für Dividendenliebhaber noch attraktiver machen. Parallel prüft der Vorstand ein Outsourcing operativer Bereiche an Tion Renewables.
Ausblick bleibt optimistisch
Trotz aller Herausforderungen bestätigt clearvise den Ausblick für 2025 mit einer erwarteten Stromproduktion zwischen 529 und 557 Gigawattstunden. Der Umsatz soll zwischen 43,3 und 45,5 Millionen Euro liegen, das bereinigte EBITDA zwischen 27,1 und 29,2 Millionen Euro. Diese Ziele wirken realistisch und zeigen das Vertrauen des Managements in die langfristig gesicherten Erträge des Portfolios.







