Summary
- Datagroup veröffentlicht Geschäftsbericht 2024/25
- Umsatz wächst trotz verhaltenem IT-Markt
- Einstieg von KKR strategisch vollzogen
- Börsennotiz soll beendet werden
Datagroup hat den Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2024/25 vorgelegt und bestätigt damit eine robuste Entwicklung in einem weiterhin anspruchsvollen IT-Marktumfeld. Der IT-Dienstleister konnte den Umsatz steigern und stützt sich dabei vor allem auf wiederkehrende Erlöse aus Managed-Services-Verträgen. Gleichzeitig markiert die Veröffentlichung einen strategischen Einschnitt: Mit dem Einstieg von KKR und der Gründerfamilie HHS ist der Weg für einen Rückzug von der Börse bereitet, der nun konkret umgesetzt werden soll.
Stabiles Geschäft mit wiederkehrenden Erlösen
Datagroup profitiert weiterhin von seinem Fokus auf standardisierte IT-Dienstleistungen, die unter der Marke CORBOX gebündelt werden. Dabei handelt es sich um modulare Leistungen, mit denen Kunden ihre IT-Infrastruktur teilweise oder vollständig auslagern. Gerade im öffentlichen Sektor und bei mittelständischen Unternehmen bleibt die Nachfrage hoch, da Themen wie IT-Sicherheit, Cloud-Migration und regulatorische Anforderungen an Bedeutung gewinnen. Der Auftragseingang erreichte im Berichtsjahr erneut ein hohes Niveau und unterstreicht die Visibilität des Geschäfts.
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Ergebnisentwicklung durch Investitionen geprägt
Auf Ergebnisebene zeigt sich, dass Datagroup gezielt in den Ausbau des Geschäfts investiert. Mittel flossen unter anderem in Personal, neue Technologien sowie in den Ausbau von Zukunftsfeldern wie Cyber Security und Automatisierung. Diese Investitionen drücken kurzfristig auf die Marge, sind jedoch Teil der langfristigen Wachstumsstrategie. Gleichzeitig bleibt die Verschuldung im Verhältnis zum operativen Ergebnis kontrollierbar, was dem Unternehmen finanziellen Spielraum erhält.
Strategischer Einstieg von KKR verändert die Perspektive
Mit dem erfolgreichen Erwerbsangebot der Dante Beteiligungen SE, hinter der KKR und die Gründerfamilie HHS stehen, hat sich die Eigentümerstruktur von Datagroup grundlegend verändert. Die neuen Mehrheitsverhältnisse eröffnen dem Unternehmen mehr strategische Flexibilität, insbesondere bei Investitionen und möglichen Zukäufen. In diesem Zusammenhang hat Datagroup beschlossen, die Notierung im Freiverkehr der Börse München zu beenden. Ein separates Delisting-Angebot ist nicht vorgesehen.
Einordnung der aktuellen Entwicklung
Die angekündigte Beendigung der Börsennotiz ist eine direkte Folge des Eigentümerwechsels und kein Zeichen operativer Schwäche. Vielmehr rückt Datagroup in eine Phase, in der langfristige strategische Entscheidungen ohne den Druck des Kapitalmarkts umgesetzt werden sollen. Aus Marktsicht ist der Schritt konsequent, auch wenn er für verbliebene Minderheitsaktionäre die Handelbarkeit der Aktie einschränkt.








