Der Nürnberger Analytics-Spezialist Exasol (DE000A0LR9G9) hat im ersten Halbjahr 2025 seine strategische Neuausrichtung erfolgreich vorangetrieben. Das Umsatzwachstum von 10,8 Prozent auf 21,5 Millionen Euro und die deutliche EBITDA-Steigerung auf 2,0 Millionen Euro zeigen: Die Fokussierung auf regulierte Branchen zahlt sich aus.
Sparkassen-Deal verdoppelt Geschäftsvolumen
Das Herzstück der positiven Entwicklung ist die deutlich erweiterte Partnerschaft mit der Finanz Informatik. Das jährliche Geschäftsvolumen mit dem zentralen IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe konnte verdoppelt werden. Gleichzeitig wurde die Vertragslaufzeit um vier Jahre verlängert – ein starkes Vertrauenssignal.
Die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) in den Fokus-Branchen sprangen um beeindruckende 28 Prozent auf 26,6 Millionen Euro. Der ARR-Anteil der Fokus-Branchen stieg von 52 auf 69 Prozent. Das zeigt: Die strategische Neuausrichtung auf regulierte Branchen und den öffentlichen Sektor greift.
Exasol gelingt strategische Transformation
Besonders bemerkenswert: Die Hardware- und Serviceumsätze mit Bestandskunden legten deutlich zu. Kunden beziehen zunehmend die Exasol Analytics Engine samt benötigter Hardware sowie Installation und Wartung aus einer Hand. Das verspricht stabilere und höhere Margen.
Allerdings hat die Transformation auch ihren Preis. Der Gesamt-ARR sank um 2,8 Prozent auf 38,7 Millionen Euro, da das Geschäft in Nicht-Fokus-Branchen schneller abschmilzt als erwartet. Besonders zwei europäische Großkunden im Retail-Bereich reduzierten ihre Ausgaben erheblich.
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Prognose bestätigt – Wende im zweiten Halbjahr erwartet
CEO Jörg Tewes zeigt sich zuversichtlich: Die Fokussierung auf Kunden mit Bedarf nach Datensouveränität und regulatorischer Compliance erfährt sehr positive Resonanz. Der Vorstand erwartet bereits im zweiten Halbjahr eine rückläufige Dynamik bei den Abschmelzungen und wieder ARR-Zuwächse.
Die komfortable Nettoliquidität von 22,2 Millionen Euro schafft strategische Flexibilität. Das EBITDA kletterte von 0,7 auf 2,0 Millionen Euro, das Konzernergebnis drehte von minus 0,3 auf plus 1,4 Millionen Euro ins Plus.
Für Anleger zeigt Exasol, dass die strategische Neuausrichtung Früchte trägt. Die Aktie könnte von der stärkeren Fokussierung auf profitable Kundensegmente und der erwarteten ARR-Wende im zweiten Halbjahr profitieren.









