Die FORTEC Elektronik AG (ISIN: DE0005774103) hat das erste Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 mit einem Umsatzplus von elf Prozent abgeschlossen und gleichzeitig den testierten Konzernabschluss für das Vorjahr vorgelegt. Der Elektronikdistributor konnte im Auftaktquartal den Umsatz auf 19,4 Millionen Euro steigern und das EBIT wieder ins Plus drehen. Nach einem schwierigen Vorjahr zeichnen sich erste Stabilisierungstendenzen ab. Gleichzeitig bestätigte das Unternehmen seine Prognose für das laufende Jahr und plant eine Dividende von 0,40 Euro je Aktie. Die strategischen Akquisitionen in den Niederlanden sollen zusätzliche Marktpotenziale erschließen.
Erstes Quartal bringt Umsatzwachstum und EBIT-Verbesserung
Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielte die FORTEC Gruppe einen Konzernumsatz von 19,4 Millionen Euro nach 17,5 Millionen Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Wachstum von rund elf Prozent. Das EBIT verbesserte sich von minus 0,2 Millionen Euro auf plus 0,2 Millionen Euro. Der Auftragsbestand lag zum Stichtag Ende September bei 44,3 Millionen Euro nach 50,0 Millionen Euro zum Geschäftsjahresende. Dies spiegelt die im ersten Quartal übliche geringere Nachfragedynamik wider.
Vorstand Ulrich Ermel sieht die ersten Indikatoren als Bestätigung für die eingeleiteten Maßnahmen. Die Stabilisierung im Segment Datenvisualisierung sowie die leichte Umsatzzunahme bei Stromversorgungen deuten auf eine positive Entwicklung hin. Allerdings betonte er, dass ein signifikanter Ergebnissprung in den Sommermonaten noch nicht zu erwarten war. Eine belastbare Bewertung der Effekte werde erst zu Beginn des neuen Kalenderjahres möglich sein.
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Geschäftsjahr 2024/2025 geprägt von schwierigen Rahmenbedingungen
Der testierte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2024/2025 liegt ebenfalls nun vor. Die Prüfung wurde mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk abgeschlossen. Die ausgewiesenen Kennzahlen entsprechen den im August veröffentlichten vorläufigen Zahlen. Der Konzernumsatz belief sich auf 79,7 Millionen Euro nach 94,5 Millionen Euro im Vorjahr. Das EBIT erreichte 1,9 Millionen Euro nach 7,1 Millionen Euro zuvor und lag damit am oberen Ende der zuletzt angepassten Prognose.
Der Konzernjahresüberschuss betrug 1,3 Millionen Euro nach 5,3 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie sank von 1,63 Euro auf 0,41 Euro. Das Segment Datenvisualisierung erwirtschaftete Umsätze von 46,8 Millionen Euro nach 59,3 Millionen Euro, während Stromversorgungen mit 37,4 Millionen Euro nahezu stabil blieben. Die Eigenkapitalquote stieg auf 76,6 Prozent und unterstreicht die solide Finanzstruktur.
FORTEC plant Dividende trotz schwachem Jahr
Trotz des deutlichen Ergebnisrückgangs will FORTEC an ihrer Dividendenpolitik festhalten. Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 11. Februar 2026 eine Ausschüttung von 0,40 Euro je Aktie vorschlagen. Im Vorjahr waren es noch 0,85 Euro. Die hohe Eigenkapitalquote gibt dem Unternehmen den nötigen Spielraum für diese Ausschüttung. Anleger können sich damit weiterhin auf eine Dividende freuen, auch wenn diese niedriger ausfällt.
Prognose bestätigt und Strategie wird fortgesetzt
Für das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 bestätigte FORTEC die Prognose. Der Konzernumsatz soll zwischen 80,0 und 85,0 Millionen Euro liegen, beim EBIT rechnet das Unternehmen mit 0,9 bis 2,1 Millionen Euro. Diese Erwartung geht von einer Entwicklung auf Vorjahresniveau mit leicht positiver Tendenz aus. Voraussetzung ist, dass sich die bestehenden Herausforderungen nicht weiter verschärfen.
Das Unternehmen bezeichnet das laufende Jahr als Übergangsjahr. Neben der Neubesetzung des Vorstands will FORTEC die Strategie „Strong Together 2030“ konsequent umsetzen. Dazu zählen der Ausbau der Marketing- und Vertriebsaktivitäten in den USA sowie eine intensivere Marktbearbeitung bei FORTEC Integrated. Die Integration der niederländischen Gesellschaften soll die internationale Aufstellung stärken. Mit der Übernahme von Nottrot erschließt sich FORTEC zudem Zugang zu maritimen Märkten und dem Defence-Bereich mit hohen Eintrittsbarrieren.







