IBU-tec (DE000A0XYHT5) hat in dieser Woche den Turnaround eindrucksvoll unter Beweis gestellt und sich als wichtiger Player in der europäischen Batterie-Wertschöpfungskette positioniert. Das Weimarer Unternehmen steigerte das EBITDA im ersten Halbjahr von mageren 0,2 auf solide zwei Millionen Euro, während die EBITDA-Marge von schwachen 0,6 auf beachtliche 10,4 Prozent hochsprang.
PowerCo-Partnerschaft bringt den entscheidenden Durchbruch
Die Partnerschaft mit PowerCo, der VW-Batterietochter, zeigt bereits erste konkrete Erfolge und könnte zum Game-Changer werden. IBU-tec entwickelt gemeinsam mit den Wolfsburgern eine kundenspezifische Zellchemie auf Basis von IBUvolt LFP 402. Das ist erst der Anfang einer vielversprechenden strategischen Zusammenarbeit.
Nach dem Halbjahr kam die große Überraschung: PowerCo erteilte IBU-tec einen Großauftrag über sechs Millionen Euro. Rund 75 Prozent davon werden bereits 2025 umsatzwirksam und sorgen für einen erheblichen Schub im laufenden Geschäftsjahr. CEO Jörg Leinenbach zeigt sich optimistisch und sieht IBU-tec als wichtigen Teil der sich formierenden europäischen Wertschöpfungskette.
IBU-tec positioniert sich zwischen großen Playern
Doch PowerCo ist nicht der einzige strategische Partner. IBU-tec hat auch ein Entwicklungsabkommen mit dem chinesischen Chemiekonzern Wanhua Chemical unterzeichnet. Gemeinsam soll ein hochwertiges LFP-Kathodenmaterial für die Autoindustrie entwickelt werden. Die Chinesen bringen Marktgröße und Know-how mit, während IBU-tec die europäische Technologiekompetenz beisteuert.
Das Auftragsvolumen im Batteriebereich erreichte bereits im Juli das Niveau des gesamten Vorjahres. Die Dynamik ist beeindruckend und setzt sich unvermindert fort. IBU-tec positioniert sich geschickt zwischen den großen Playern der Batteriebranche und nutzt seine technologische Expertise optimal aus.
Restrukturierung der Tochter trägt Früchte
Nicht nur der Batterie-Boom hilft IBU-tec bei der Erholung. Auch die erfolgreiche Restrukturierung der Tochter BNT Chemicals zahlt sich deutlich aus. Erstmals seit längerem schreibt BNT wieder schwarze Zahlen. Das Management hat bewusst auf Umsatzanteile verzichtet, um die Profitabilität nachhaltig zu steigern.
Der Konzernumsatz lag mit 19 Millionen Euro planmäßig unter dem Vorjahr von 24,8 Millionen Euro. Doch das ist eine bewusste strategische Entscheidung: Qualität vor Quantität lautet die neue Devise. Die Strategie funktioniert nachweislich, wie die deutlich verbesserte Marge eindrucksvoll belegt.
Optimistische Prognose mit solider Basis
IBU-tec bestätigt die Jahresprognose mit einer EBITDA-Marge von sieben bis neun Prozent bei einem Umsatz von 43 bis 45 Millionen Euro. Damit soll der Batteriebereich bereits ein Viertel des Konzernumsatzes ausmachen – ein beachtlicher Anteil für ein noch junges, aber hochdynamisches Geschäftsfeld.
Die Zeichen stehen klar auf profitables Wachstum. Mit starken Partnern wie PowerCo und Wanhua ist IBU-tec optimal positioniert. So wird klar: Die europäische Batterieproduktion gewinnt an Fahrt und IBU-tec will dabei eine zentrale Rolle spielen. Die Transformation vom Restrukturierungsfall zum Wachstumsunternehmen ist beeindruckend gelungen.
Werbung







