Die Beteiligungsgesellschaft INDUS (DE0006200108) hat ihre Halbjahresergebnisse vorgelegt und dabei gezeigt, wie diversifizierte Mittelstandsportfolios auch in schwierigen Zeiten bestehen können.
Das schwache Marktumfeld mit geopolitischen Krisen und Unsicherheiten im Welthandel macht auch vor INDUS nicht halt. Dennoch profitiert das Unternehmen von seiner breiten Aufstellung und der Fokussierung auf Nischenmärkte mit hohen Eintrittsbarrieren.
Umsatz bleibt stabil trotz widriger Umstände
Mit einem Halbjahresumsatz von 836,6 Millionen Euro erreichte INDUS nahezu das Vorjahresniveau. Diese Stabilität ist bemerkenswert, wenn man die protektionistische US-Zollpolitik und chinesische Exportkontrollen bedenkt. Der Auftragseingang stieg sogar um 8,9 Prozent auf 901,4 Millionen Euro.
Das adjusted EBITA lag mit 56,1 Millionen Euro erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert von 73,9 Millionen Euro. Die Marge betrug 6,7 Prozent nach 8,8 Prozent im Vorjahr. Diese Entwicklung spiegelt die schwierigen Rahmenbedingungen wider.
INDUS treibt Wachstumsstrategie voran
Vorstandschef Johannes Schmidt setzt konsequent auf die Strategie „EMPOWERING MITTELSTAND“. Durch gezielte Akquisitionen wie KETTLER, HBS und ELECTRO TRADING stärkt das Unternehmen sein Portfolio. Besonders der Ausbau der US-Aktivitäten zeigt strategisches Geschick.
Das Segment Engineering profitierte von einem Plus von 25 Prozent beim Auftragseingang. Infrastructure konnte den Umsatz auf 292,1 Millionen Euro steigern. Lediglich Materials Solutions spürte die Auswirkungen der Handelskonflikte deutlicher.
(Werbung) Jetzt Smartbroker+ Depot eröffnen und handeln
Internationale Expansion zeigt erste Erfolge
Die Internationalisierungsstrategie trägt bereits Früchte. Mit METFAB und SUNBELT baut INDUS die Fertigungskapazitäten in den USA aus. Die schwedische ELECTRO TRADING markiert den ersten Zukauf in Skandinavien. Diese geografische Diversifikation reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Märkten.
Auch bestehende Beteiligungen treiben ihre Internationalisierung voran. FS-BF hat die US-Produktion aufgenommen, während die HORNGROUP eine neue Vertriebsgesellschaft für Nordamerika gründete. Diese Aktivitäten zeigen das operative Know-how der INDUS-Führung.
Prognose bestätigt Zuversicht
Die bestätigte Prognose für das Gesamtjahr zeigt Vertrauen in die eigene Strategie. INDUS erwartet weiterhin einen Umsatz zwischen 1,70 und 1,85 Milliarden Euro. Das adjusted EBITA soll zwischen 130 und 165 Millionen Euro liegen. Der Free Cashflow wird mit über 90 Millionen Euro prognostiziert.







