LPKF Laser & Electronics (DE0006450000) hat im ersten Halbjahr 2025 bewiesen, dass auch in schwierigen Zeiten Wachstum möglich ist. Der Garbsener Hightech-Maschinenbauer steigerte den Umsatz um 7,2 Prozent auf 59,2 Millionen Euro und erreichte ein nahezu ausgeglichenes bereinigtes EBIT.
Kostenmanagement zeigt Wirkung
Das zweite Quartal war besonders ermutigend. Mit einem Umsatzplus von 13,4 Prozent auf 33,8 Millionen Euro und einem bereinigten EBIT von 2,8 Millionen Euro bewies LPKF seine operative Stärke. Diese Ergebnisse sind umso beachtlicher, als sie in einem von Unsicherheiten geprägten Marktumfeld erzielt wurden.
Unter der Leitung des neuen Finanzvorstands Peter Mümmler greift das Effizienzprogramm. Die gezielten Kosteneinsparungen stärken die Profitabilität, ohne die Innovationskraft zu beeinträchtigen. Genau diese Balance ist entscheidend für die Zukunft von LPKF.
LPKF kämpft mit schwacher Auftragslage
Dennoch zeigt sich bei LPKF die aktuelle Marktschwäche deutlich. Der Auftragseingang sank auf 43,0 Millionen Euro nach 61,1 Millionen Euro im Vorjahr. Besonders das Solar-Segment leidet unter der Investitionszurückhaltung chinesischer Kunden, die auf günstigere lokale Anbieter setzen.
Die US-Zollpolitik sorgt weltweit für Verunsicherung und bremst Investitionen. Kunden verschieben Entscheidungen, weil ihnen die Planungssicherheit für globale Wertschöpfungsketten fehlt. Diese Entwicklung betrifft LPKF in allen Segmenten.
Starke Technologieposition als Fundament
Trotz der Herausforderungen sieht sich LPKF gut positioniert. Die LIDE-Technologie profitiert vom Trend zu Glassubstraten im Halbleitermarkt. Viele Hersteller arbeiten bereits mit Pilotanlagen und bauen diese Aktivitäten aus. Das schafft die Basis für künftiges Volumenwachstum.
Das Welding-Segment zeigte sich besonders robust und verzeichnete ein sehr erfolgreiches Halbjahr. Unterhaltungselektronik und Medizintechnik treiben hier die Nachfrage. Für das Gesamtjahr erwartet LPKF in diesem Bereich eine sehr positive Entwicklung.
LPKF bekräftigt Jahresprognose
Trotz erhöhter Risiken hält LPKF an der Prognose für 2025 fest. Ein Konzernumsatz von 125 bis 140 Millionen Euro und eine bereinigte EBIT-Marge zwischen sechs und neun Prozent bleiben das Ziel. Mittelfristig strebt der Vorstand attraktive zweistellige EBIT-Margen an.
Die Aktie im SDAX bleibt für geduldige Anleger interessant. Wer auf die langfristigen Wachstumstrends in Halbleiter-, Display- und Biotechnologie setzt, findet in LPKF einen innovativen Partner mit solider technologischer Basis.







