Marktbericht vom 13. Januar 2026: Der deutsche Aktienmarkt startet verhalten in den Handelstag. Nach dem dynamischen Jahresauftakt ist die Aufwärtsbewegung zuletzt in eine Seitwärtsphase übergegangen. Der DAX hält sich in der Nähe seines Rekordniveaus, die Bereitschaft zu weiteren Zukäufen ist jedoch begrenzt. Viele Investoren warten auf neue Impulse von der Zins- und Konjunkturseite, insbesondere aus den USA.
Im Mittelpunkt steht am Nachmittag die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für Dezember. Erwartet wird ein moderater Anstieg der Gesamtinflation, während sich die Kernrate nur wenig verändern dürfte. Entsprechend vorsichtig positionieren sich Marktteilnehmer. Am Rentenmarkt bleiben die Renditen stabil, was den Aktienmärkten grundsätzlich den Boden bereitet, ohne neue Dynamik auszulösen.
Im Nebenwertesegment zeigt sich das Umfeld weiterhin selektiv. Titel mit klarer operativer Visibilität oder strukturellem Rückenwind stehen im Fokus, während zyklisch abhängige Geschäftsmodelle weiter unter Druck bleiben. Unternehmensspezifische Nachrichten sind damit der entscheidende Kurstreiber.
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Nordex – Auftragslage stabilisiert das Geschäft
Nordex profitiert weiter von der robusten Nachfrage im Onshore-Windgeschäft. Der hohe Auftragsbestand sorgt für eine gute Auslastung der Werke, insbesondere in Europa und Lateinamerika. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf bleibt, ob es gelingt, die verbesserte Volumensituation nachhaltig in höhere Margen zu überführen. 2026 steht operativ weiter im Zeichen von Effizienzsteigerungen und Projektabwicklung.
Lindt & Sprüngli – Preissetzungsmacht als Schutzschild
Lindt zeigt sich auch in einem herausfordernden Rohstoffumfeld widerstandsfähig. Gestiegene Kakaopreise konnten durch Preisanpassungen weitgehend kompensiert werden. Die starke Markenposition erlaubt es dem Unternehmen, Margen auf hohem Niveau zu halten. Damit bleibt Lindt ein defensiver Qualitätswert mit stabilen Cashflows.
ams OSRAM – Restrukturierung rückt in den Vordergrund
Bei ams OSRAM stehen Fortschritte bei der Restrukturierung im Fokus. Der Schuldenabbau verläuft planmäßig, zugleich stabilisiert sich das operative Geschäft in den Bereichen Automotive und Industrie. Die Abhängigkeit vom schwankungsanfälligen Consumer-Segment bleibt jedoch ein Unsicherheitsfaktor für die weitere Entwicklung.
Steico – Baukrise belastet kurzfristig
Steico leidet weiterhin unter der schwachen Baukonjunktur in Europa. Die Nachfrage nach ökologischen Dämmstoffen ist strukturell intakt, kurzfristig jedoch durch Investitionszurückhaltung gebremst. Positiv bleibt die solide Bilanz, die dem Unternehmen ausreichend Spielraum für eine Erholung bietet, sobald der Bausektor wieder anzieht.
Marktdaten
- DAX: 25.418 Punkte
- MDAX: 31.042 Punkte
- SDAX: 14.115 Punkte
- Euro Stoxx 50: 6.012 Punkte
- Bund-Future: 127,84
- Rendite 10J Bund: 2,85 %
- EUR/USD: 1,166
- Brent-Öl: 64,08 USD/Barrel
- Gold: 4.612 USD/Unze
- Bitcoin: 92.430 USD







