Marktbericht für den 09. Januar. 2026: Der deutsche Aktienmarkt geht nach dem jüngsten Rekordlauf mit verhaltener Dynamik in den Wochenschluss. Der DAX hatte am Vortag erneut ein Allzeithoch markiert, die Anschlusskäufe blieben jedoch begrenzt. Vorbörslich deuten die Indikationen auf einen leicht festeren Start hin, wobei die Nervosität vor wichtigen Konjunkturdaten zunimmt. Besonders im Fokus stehen heute die deutsche Industrieproduktion sowie am Nachmittag der US-Arbeitsmarktbericht, der für die Zinserwartungen von zentraler Bedeutung bleibt.
Hinzu kommt, dass sich nach dem steilen Anstieg der vergangenen Wochen erste Ermüdungserscheinungen zeigen. Technisch bleibt der Markt zwar intakt, kurzfristig wächst jedoch die Bereitschaft, Gewinne mitzunehmen. Für Nebenwerte bedeutet das ein selektiveres Umfeld, in dem belastbare Unternehmensmeldungen stärker zählen als der breite Markttrend.
International zeigen sich die Vorgaben gemischt. In den USA schlossen die Leitindizes uneinheitlich, während die asiatischen Märkte überwiegend freundlich tendierten. Rückenwind kam dort unter anderem von stabilen Inflationsdaten aus China. Am Anleihemarkt gaben die Renditen zuletzt leicht nach, was zinssensitiven Titeln grundsätzlich Unterstützung bietet. Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar zuletzt etwas an Boden verloren, bleibt aber übergeordnet stabil. Der Ölpreis zeigt sich nach den starken Schwankungen der vergangenen Wochen leicht erholt.
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TeamViewer
TeamViewer hat mit einem Trading-Update die pro-forma Topline-Prognose für das Geschäftsjahr 2025 bestätigt. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um rund 5 %, der Annual Recurring Revenue (ARR) legte um 2 % zu. Besonders stark entwickelte sich erneut das Enterprise-Geschäft, das im vierten Quartal ein deutlich beschleunigtes ARR-Wachstum zeigte. Die Prognose für eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 44 % bleibt unverändert. Die vollständigen vorläufigen Zahlen legt das Unternehmen am 10. Februar vor.
SFC Energy
SFC Energy hat die strategische Partnerschaft mit Linc Polska ausgeweitet und einen neuen Rahmenvertrag für 2026 abgeschlossen. Das Volumen liegt bei rund 1,5 Mio. Euro, nachdem der Vertrag für 2025 aufgrund hoher Nachfrage deutlich übertroffen worden war. Die Brennstoffzellenlösungen kommen vor allem in mobilen, netzunabhängigen Überwachungssystemen zum Einsatz. Der neue Vertrag erhöht die Visibilität für das laufende Geschäftsjahr und unterstreicht das Wachstum in Zentraleuropa.
Thyssenkrupp Marine Systems
Thyssenkrupp Marine Systems steht im Fokus, nachdem bekannt wurde, dass das Unternehmen die Übernahme der Kieler Werft GNYK prüft. Ziel ist es, die Kapazitäten im U-Boot- und Marineschiffbau weiter auszubauen. Hintergrund ist die anhaltend hohe Nachfrage nach militärischer Ausrüstung und maritimen Sicherheitslösungen. Die Pläne unterstreichen die strategische Bedeutung des Marinegeschäfts innerhalb des Thyssenkrupp-Konzerns.
Marktdaten
- DAX: 25.127 Punkte
- MDAX: 30.948 Punkte
- Euro Stoxx 50: 5.904 Punkte
- Bund-Future: 127,88
- Rendite 10J Bund: 2,83 %
- EUR/USD: 1,165
- Brent-Öl: 62,43 USD/Barrel
- Gold: 4.468 USD/Unze








