Die MAX Automation SE (ISIN: DE000A2DA588) meldet nach einem herausfordernden Jahresauftakt deutliche Verbesserungen im dritten Quartal. Der Umsatz lag in den ersten neun Monaten mit 246,3 Millionen Euro zwar noch 9,8 Prozent unter dem Vorjahreswert von 273,1 Millionen Euro, doch im zurückliegenden Quartal belebte sich das Geschäft spürbar. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen reduzierte sich auf 9,3 Millionen Euro nach 24,9 Millionen Euro im Vorjahr. Ursächlich waren die geringe Auslastung zu Jahresbeginn, verschobene Projekte sowie Einmalkosten im unteren einstelligen Millionenbereich aus eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen. Die EBITDA-Marge verringerte sich entsprechend auf 3,8 Prozent nach 9,1 Prozent, entwickelte sich aber im dritten Quartal wieder positiv. Erfreulich zeigt sich der Auftragseingang, der um 13,3 Prozent auf 264,6 Millionen Euro zulegte und damit die Belebung der Vergabeaktivitäten auf Kundenseite belegt.
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Auftragsbestand und Cashflow mit starker Dynamik
Der Auftragsbestand wuchs zum 30. September um 11,0 Prozent auf 171,2 Millionen Euro nach 154,3 Millionen Euro zum Jahresende 2024. Wachstumstreiber waren insbesondere die Segmente NSM + Jücker mit Großaufträgen in der Verpackungsautomation sowie ELWEMA mit Folgeaufträgen. Besonders bemerkenswert entwickelte sich der operative Cashflow, der sich deutlich verbesserte und zu einem Mittelzufluss von 23,6 Millionen Euro führte. Im Vorjahr hatte noch ein Mittelabfluss von 2,7 Millionen Euro zu Buche gestanden. Dazu trugen erhaltene Anzahlungen für Neuprojekte sowie eine effizientere Steuerung der Zahlungsströme bei.
Finanzlage stabilisiert sich weiter
Die Nettoverschuldung inklusive Leasing sank infolge der Rückführung langfristiger Darlehen auf 41,8 Millionen Euro nach 58,2 Millionen Euro zum Jahresende. Das Working Capital verringerte sich auf 85,4 Millionen Euro nach 105,3 Millionen Euro. Neben einem Vorratsabbau führten erhaltene Anzahlungen sowie verbesserte Zahlungsbedingungen zu dieser positiven Entwicklung. Die Eigenkapitalquote blieb mit 55,2 Prozent auf stabilem Niveau. Der Finanzmittelbestand erhöhte sich auf 9,9 Millionen Euro nach 9,0 Millionen Euro zum Jahresende.
MAX Automation setzt strategische Akzente
Mit der Übernahme der Pla.to GmbH innerhalb der Vecoplan Gruppe stärkt MAX Automation seine Position in Zukunftsfeldern wie dem Kunststoffrecycling. Verwaltungsratsvorsitzender Guido Mundt sieht das Unternehmen trotz herausfordernden Umfelds auf solidem Kurs. Die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen schaffen die Voraussetzungen für eine nachhaltige Steigerung der Ertragskraft. Die im Juli angepasste Prognose für 2025 bestätigt MAX Automation: Der Umsatz wird zwischen 300 und 340 Millionen Euro erwartet, das EBITDA zwischen 12 und 18 Millionen Euro.








