Die zurückliegende Börsenwoche zeigte erneut, wie eng globale Schlagzeilen und heimische Nebenwerte zusammenhängen. Die US-Notenbank senkte erstmals seit neun Monaten die Zinsen. Dass dies ausgerechnet in einem Umfeld neuer Allzeithochs geschah, gilt historisch als gutes Omen: In ähnlichen Situationen folgten im S&P 500 fast immer weitere Gewinne. Rückenwind kam zudem von NVIDIA, die mit 5 Mrd. $ bei Intel einstiegen – ein Signal für die strategische Bedeutung des Konzerns, das die Aktie zweistellig nach oben katapultierte.
In Deutschland war das Bild gemischt. Verve meldete zwei Übernahmen: Acardo (Couponing/Cashback) und Captify (Suchdatenanalyse). Damit verschafft sich das AdTech-Unternehmen Zugang zu Handelsketten und wertvollen Daten – die Börse belohnte das mit einem Kurssprung von 24 %. LPKF dagegen musste die Prognose senken, will aber mit dem Programm „North Star“ Strukturen verschlanken und die LIDE-Technologie international skalieren.
Circus lieferte den ersten Roboter CA-1 an Meta – ein Meilenstein, der embodied AI in die Praxis bringt. Ströer wurde vorsichtiger beim Ausblick, bleibt aber mit Kursziel 56 € von JPMorgan unter Analystenstütze. Pferdewetten.de sicherte sich mit einer Neuordnung seiner Wandelanleihen mehr Flexibilität, auch wenn noch eine zweite Gläubigerversammlung ansteht.
Im Überblick:
- Verve: Zwei Übernahmen treiben den Kurs
- LPKF: Prognosesenkung und „North Star“-Programm
- Wolftank: Zahlen durchwachsen, Wasserstoff-Sparte wächst
- Circus: Roboter-Rollout bei Meta
- Pferdewetten.de: Gläubiger stimmen Anleihe-Anpassung zu
- Ströer: Prognose zurückgenommen
- Stabilus: Restrukturierung angekündigt
- Enapter: Prognose reduziert







