Die Münchner Entertainment-Gruppe PAL Next (DE000A12UPJ7) hat ihre Halbjahreszahlen vorgelegt. Das Fazit: weniger Umsatz, aber bessere Kostenstruktur. Wer jetzt denkt, das klingt nach klassischer Krisenlyrik, der irrt. Denn bei PAL Next ist alles andere als Krise angesagt.
Produktion verschlingt erstmal Geld
Das erste Halbjahr 2025 war geprägt von intensiver Produktion. Logisch, dass dadurch zunächst die Kosten steigen und die Umsätze sinken. Mit 0,6 Millionen Euro Umsatz lag PAL Next deutlich unter dem Vorjahreswert von 1,2 Millionen Euro. Doch hier zeigt sich das Geschäftsmodell der Filmbranche: erst wird produziert, dann kassiert.
Die Gesamtleistung erreichte 0,9 Millionen Euro. Trotz der geringeren Erlöse verbesserte sich das operative Ergebnis (EBIT) von minus 2,2 auf minus 1,4 Millionen Euro. Der Grund: konsequente Kostensenkung. So fiel der Personalaufwand von 1,2 auf 0,9 Millionen Euro.
PAL Next setzt auf Künstliche Intelligenz
Besonders spannend entwickelt sich die Tochtergesellschaft Storybook Studios. Dort werden hybride Produktionsweisen erforscht, die Künstliche Intelligenz mit kreativer Arbeit verbinden. Das könnte die Branche revolutionieren – und PAL Next einen Wettbewerbsvorsprung verschaffen.
Starke Pipeline für das zweite Halbjahr
Jetzt kommt die Ernte der harten Arbeit. PANTALEON Films hat gleich vier hochkarätige Releases geplant. „Der Tiger“ lief bereits im Kino an und kommt Ende des Jahres zu Prime Video. Im Oktober folgt die Tragikomödie „No Hit Wonder“ mit Florian David Fitz. November bringt „Das Leben der Wünsche“ mit Matthias Schweighöfer. Und die zweite Staffel der Erfolgsserie „Asbest“ für die ARD Mediathek steht ebenfalls bevor.
PAL Next hält an der Umsatzprognose von 21 bis 23 Millionen Euro fest. Bei der EBIT-Marge wurde die Bandbreite leicht nach unten angepasst: zwischen minus 500.000 und plus 200.000 Euro. Das zeigt realistische Einschätzung, aber keine Panik.
Die Münchener beweisen: wer in der Unterhaltungsbranche erfolgreich sein will, muss langfristig denken und die richtigen Trends erkennen. Mit KI und starken Inhalten ist PAL Next gut positioniert.







