Der Düsseldorfer Wettanbieter pferdewetten.de AG (DE000A2YN777) spricht von einem operativen Turnaround und prognostiziert für 2026 das beste EBITDA der Firmengeschichte. Doch nach Jahren der Verluste stellt sich die Frage: Ist diesmal wirklich alles anders?
Ehrgeizige Ziele nach schwierigen Jahren
Pferdewetten.de hat auf seiner Investorenkonferenz am 11. Juli ambitionierte Prognosen vorgelegt. Für 2025 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 59 und 62 Millionen Euro sowie ein EBITDA von 0,7 bis 1,2 Millionen Euro. Diese Zahlen markieren bereits eine deutliche Verbesserung gegenüber den Vorjahren.
CEO Pierre Hofer und CFO Lars Corbo präsentierten detailliert die numerischen Effekte des im zweiten Quartal 2025 erreichten operativen Turnarounds. Nach Jahren der Verluste soll das Unternehmen nun endlich in die Gewinnzone zurückfinden.
Die Wende zum Besseren?
Besonders beeindruckend klingen die Prognosen für 2026. Der Vorstand erwartet einen Umsatzanstieg auf 75 bis 85 Millionen Euro und ein EBITDA-Sprung auf 5 bis 10 Millionen Euro. Diese Werte würden einen neuen Höchstwert in der Unternehmensgeschichte bedeuten.
Die Führung erklärt diesen Optimismus mit strukturellen Verbesserungen und positiven Marktentwicklungen. Tatsächlich zeigt der Online-Wettmarkt in Deutschland wieder Wachstum, nachdem die regulatorischen Unsicherheiten der vergangenen Jahre weitgehend geklärt sind.
pferdewetten.de muss liefern
Die anstehenden Umschuldungsmaßnahmen sollen zusätzliche Entlastung bringen. Das Management verspricht positive Auswirkungen auf die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung. Diese Maßnahmen sind wichtig, denn das Unternehmen muss seine Finanzierung stabilisieren.
Kritisch bleibt die Frage, ob die prognostizierten Wachstumsraten realistisch sind. Ein Umsatzsprung von 62 auf 85 Millionen Euro binnen eines Jahres ist ambitioniert. Investoren sollten die kommenden Quartalsberichte genau verfolgen und prüfen, ob sich die Turnaround-Story tatsächlich bestätigt.
Vorsichtiger Optimismus angebracht
Die Präsentation vom 11. Juli zeigt: Das Management ist zuversichtlich und hat klare Ziele formuliert. Dennoch bleibt abzuwarten, ob die ehrgeizigen Prognosen auch erreicht werden können.







