Die Ringmetall SE (DE000A3E5E55) kann für das Geschäftsjahr 2024 einen deutlichen Gewinnsprung vermelden, obwohl der Umsatz leicht rückläufig war. Der Münchner Spezialist für Industrieverpackungen blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück – muss aber gleichzeitig feststellen, dass das Marktumfeld zunehmend herausfordernder wird.
Ringmetall steigert EBITDA um fast ein Viertel
Der Konzernumsatz lag mit 174,9 Millionen Euro zwar um 3,7 Prozent unter dem Vorjahreswert von 181,6 Millionen Euro, aber das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte um beeindruckende 23,9 Prozent auf 23,7 Millionen Euro gesteigert werden. Die EBITDA-Marge verbesserte sich dadurch deutlich von 10,6 auf 13,6 Prozent.
„Auf dem Papier dürfen wir mit der Geschäftsentwicklung 2024 zunächst einmal durchaus zufrieden sein“, kommentiert Vorstandssprecher Christoph Petri die Zahlen. Er verweist insbesondere auf die gestiegene operative Agilität des Unternehmens, die es ermöglicht, schneller auf Marktveränderungen zu reagieren. Allerdings gibt er zu bedenken, dass sich das Marktumfeld im Jahresverlauf „rapide verändert“ habe und die geopolitische Lage zu einer „immer spürbareren Verunsicherung auf Endkundenseite“ führe.
Nachfrage stottert
Die Ursachen für den leichten Umsatzrückgang liegen vor allem in den im Jahresverlauf gesunkenen Rohstoffpreisen und einer gedämpften Nachfrage. Positiv wirkten sich hingegen die Akquisitionen aus – insbesondere die Übernahmen von Peak Packaging in Polen und FIB Beer Systems in den Niederlanden, die beide im Herbst 2024 abgeschlossen wurden.
Die robuste Finanzlage des Unternehmens spiegelt sich in den gestiegenen liquiden Mitteln von 11,8 Millionen Euro (Vorjahr: 6,8 Millionen Euro) und dem auf 88,7 Millionen Euro erhöhten Eigenkapital (Vorjahr: 79,2 Millionen Euro) wider.
Vorsichtig optimistischer Ausblick für 2025
Für das laufende Geschäftsjahr 2025 erwartet der Vorstand einen Konzernumsatz zwischen 180 und 200 Millionen Euro bei einem EBITDA zwischen 21 und 28 Millionen Euro. Diese relativ breite Spanne deutet auf die Unsicherheiten im aktuellen Marktumfeld hin. Der Vorstand plant, die Prognose im weiteren Jahresverlauf zu konkretisieren.
Die Zahlen von Ringmetall zeigen, dass es dem Unternehmen gelingt, seine Profitabilität auch in einem herausfordernden Umfeld zu steigern. Die internationale Aufstellung mit Produktions- und Vertriebsniederlassungen in Europa, Asien und den USA sowie die Diversifikation in verschiedene Kundenindustrien scheinen sich auszuzahlen. Doch bleibt abzuwarten, wie stark sich die geopolitischen Spannungen auf die künftige Geschäftsentwicklung auswirken werden.
Als führender Anbieter für Industrieverpackungen hat Ringmetall bisher bewiesen, dass es auch in schwierigen Zeiten seine Rentabilität verbessern kann. Die Anleger dürfen gespannt sein, ob diese Erfolgsgeschichte auch 2025 fortgeschrieben werden kann.







