Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr sind da – und sie fallen ernüchternd aus. Der Sektproduzent Schloss Wachenheim (DE0007229007) bleibt hinter den eigenen Erwartungen zurück und muss seine erst im Mai angepassten Prognosen erneut korrigieren.
Umsatz wächst nur minimal
Das Unternehmen steigerte seine Erlöse zwar um 1,3 Prozent auf 447,4 Millionen Euro. Doch das ist weit entfernt von den ursprünglich anvisierten vier Prozent Wachstum. Immerhin gelang es, den Absatz leicht zu steigern: 224,1 Millionen Flaschen (umgerechnet auf 0,75 Liter) bedeuten ein Plus von 1,2 Prozent. Für einen Marktführer im deutschen Sektgeschäft ist das allerdings nicht mehr als ein Stillstand auf hohem Niveau.
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Schloss Wachenheim kämpft mit schwachem Schlussquartal
Besonders bitter wird es beim Blick auf die Profitabilität. Das operative Ergebnis (EBIT) sank sogar von 28,2 auf 27,2 Millionen Euro. Damit verpasste der Konzern seinen eigenen Korridor von 31 bis 33 Millionen Euro deutlich. Noch dramatischer fällt der Rückgang beim Konzernergebnis aus: Nur noch 16,2 Millionen Euro blieben nach Steuern übrig, verglichen mit 18,5 Millionen im Vorjahr.
Der Grund für diese Enttäuschung liegt im schwachen vierten Quartal. Alle drei operativen Bereiche – Deutschland, Frankreich und Ostmitteleuropa – entwickelten sich schlechter als erwartet. Das deutet auf strukturelle Herausforderungen hin, die über normale saisonale Schwankungen hinausgehen.
Kritische Fragen bleiben offen
Was steckt hinter dieser Schwäche? Die Mitteilung bleibt vage und bietet keine konkreten Erklärungen. War es die schwächelnde Konjunktur, verstärkter Konkurrenzdruck oder hausgemachte Probleme? Anleger müssen sich bis zum 26. September gedulden, wenn der geprüfte Konzernabschluss weitere Einblicke liefern soll.
Für den Nebenwerte-Titel wird es entscheidend sein, ob das Management glaubwürdig erklären kann, wie es künftig wieder auf Kurs kommen will. Die wiederholte Prognoseverfehlung nagt am Vertrauen der Investoren.







