Die erste Jahreshälfte 2025 verlief für SFC Energy (DE0007568578) durchwachsen. Während der Umsatz um 3,9 Prozent auf 73,6 Millionen Euro stieg, brachen die Margen deutlich ein. Der Brennstoffzellen-Spezialist musste bereits im Juli seine Prognose kappen.
Wachstum ohne Ertrag
Das bereinigte EBITDA sank von 12,5 auf 8,5 Millionen Euro. Die entsprechende Marge schrumpfte von 17,7 auf 11,6 Prozent. Beim bereinigten EBIT war der Rückgang noch dramatischer: von 9,6 auf 4,6 Millionen Euro. Ungünstige Wechselkurse und höhere Verwaltungskosten belasteten die Profitabilität.
Besonders problematisch: Verzögerte Defense-Projekte in Indien wurden auf 2026 verschoben. Diese lukrativen Aufträge können kurzfristig nicht kompensiert werden. Zusätzlich führten vorgezogene IT-Investitionen zu außerordentlichen Belastungen.
SFC Energy mit soliden Fundamentaldaten
Positiv entwickelten sich dagegen die industriellen Anwendungen in Europa und den USA. Das Geschäft mit Brennstoffzellen für Sicherheitstechnik wuchs um über 20 Prozent. Zusammen mit dem Verteidigungsbereich macht dieser Bereich bereits 48,4 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
Die Eigenkapitalquote von 71,3 Prozent und eine Nettofinanzposition von 46,2 Millionen Euro sorgen für finanzielle Stabilität. Mit 509 Mitarbeitern ist SFC Energy zudem gut aufgestellt für künftiges Wachstum.
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Prognose deutlich gesenkt
Für das Gesamtjahr erwartet SFC Energy nun Umsätze zwischen 146,5 und 161,0 Millionen Euro statt der ursprünglich geplanten 160,6 bis 180,9 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA soll nur noch 13,0 bis 19,0 Millionen Euro erreichen nach vorherigen Plänen von 24,7 bis 28,2 Millionen Euro.
Die „Local-for-Local“-Strategie mit neuen Produktionsstätten in den USA soll langfristig Abhängigkeiten reduzieren. Ob dies ausreicht, um die ambitionierten mittelfristigen Ziele zu erreichen, bleibt jedoch abzuwarten. Investoren dürften zunächst auf eine Stabilisierung der Margen achten.
Im Podcast „Müllers Woche“ 31/25 hatte Vorstandschef Dr. Peter Podesser im Vorfeld der Zahlen schon erklärt, wie die weiteren Perspektiven einzuschätzen sind. Einfach nochmal reinhören:







