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Softing AG: Übergangsjahr mit Perspektive – CEO Dr. Trier sieht Trendwende trotz Prognosekürzung

Oktober 7, 2025
in Analysen, News

Summary

  • Prognose gesenkt: Umsatz 2025 nun 85–90 Mio. €, operatives EBIT zwischen –0,5 und +0,5 Mio. €
  • H1-Ergebnisse schwach: Umsatz –7,2 % auf 43,9 Mio. €, EBIT +0,4 Mio. €
  • Segmenttrends: Automotive robust, Industrial schwach – USA mit positiver Tendenz
  • Effizienzprogramm CORE mit Potenzial für Margenverbesserung ab 2026
  • Warburg Research bleibt bei „Buy“ mit Kursziel 6,50 €, langfristig solide Erholungsperspektive

Unternehmensprofil und Marktstellung

Die Softing AG (ISIN DE0005178008) ist ein spezialisierter Anbieter von Hard- und Softwarelösungen für den sicheren Datenaustausch in industriellen Anlagen, der Fahrzeugelektronik und in IT-Netzwerken. Mit ihrer technischen Expertise und der Beteiligung an internationalen Standardisierungsgremien zählt Softing zu den europäischen Marktführern bei industriellen Kommunikationsschnittstellen (OPC-Produkte) und hat sich auch im Automotive-Bereich mit hochpräzisen Diagnose- und Testsystemen etabliert.

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Das Unternehmen gliedert sich in drei Segmente: Industrial Automation, Automotive Electronics und IT Networks. Während die Industriesparte Lösungen für die Vernetzung und Kommunikation in Produktionsanlagen, Chemie, Energie sowie Öl- und Gasförderung bietet, ermöglicht das Automotive-Geschäft die Diagnose und den Test von Steuergeräten in Entwicklungs- und Reparaturprozessen. Ergänzend liefert die IT-Networks-Sparte Mess- und Prüftechnik für Glasfaser- und Datennetze.

Diese Diversifikation sorgt für Stabilität, auch wenn einzelne Branchenzyklen schwanken. Besonders die hohe Komplexität der Produkte stellt eine Eintrittsbarriere für Wettbewerber dar – ein klarer Vorteil in einem hart umkämpften Technologiemarkt.

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Geschäftsentwicklung und Finanzzahlen

Nach einem anspruchsvollen Jahr 2024 mit deutlichem Umsatzrückgang setzte sich die schwächere Dynamik im ersten Halbjahr 2025 fort. Softing erzielte Erlöse von 43,9 Mio. Euro, was einem Rückgang von 7,2 Prozent entspricht. Das operative EBIT lag mit 0,4 Mio. Euro leicht im positiven Bereich. Während das Segment Industrial Automation mit minus 22,8 Prozent deutlich schwächer abschnitt, konnte das Automotive-Geschäft mit einem Zuwachs von 19,1 Prozent überzeugen. Die Rohertragsmarge von 65 Prozent zeigt, dass der Softwareanteil weiterhin hoch bleibt – ein positives Signal für die künftige Profitabilität.

Auch der Auftragseingang entwickelte sich erfreulich und lag um mehr als zehn Prozent über dem Vorjahreswert, insbesondere durch die Nachfrage im Industriegeschäft. Diese Aufträge werden jedoch erst mit zeitlicher Verzögerung umsatzwirksam, was kurzfristig auf die Ergebnisse drückt.

Das unternehmensweite Effizienzprogramm CORE trägt bereits erste Früchte: Der Personalaufwand sank im Halbjahr um knapp zehn Prozent. Die volle Wirkung – insbesondere im Zusammenspiel mit einer wieder anziehenden Umsatzdynamik – wird jedoch erst ab 2026 erwartet.

Prognose und CEO-Kommentar

Ende September hat Softing seine Jahresprognose nach unten angepasst. Statt bisher erwarteter 90 bis 95 Mio. Euro Umsatz und einem operativen EBIT zwischen 3 und 3,5 Mio. Euro rechnet das Unternehmen nun mit 85 bis 90 Mio. Euro Umsatz sowie einem EBIT zwischen –1,5 und –0,5 Mio. Euro.

Im Gespräch mit NebenwerteWelt erklärte CEO Dr. Wolfgang Trier, die Entscheidung sei das Ergebnis einer realistischen Abwägung: Der Auftragseingang bleibe hoch, viele Projekte würden jedoch erst 2026 umsatzwirksam. Trier betonte, man wolle lieber vorsichtig kommunizieren, als in wenigen Monaten mit unerfüllbaren Erwartungen konfrontiert zu werden.

Kapitalstruktur und Bewertung

Mit einer Marktkapitalisierung von rund 29 Mio. Euro und einer Eigenkapitalquote von etwa 42 Prozent bleibt Softing solide aufgestellt. Die Nettoverschuldung liegt laut Warburg-Schätzungen bei rund 27 Mio. Euro, was einem Verhältnis von 4,8 zum EBITDA entspricht.

Obwohl die Bilanz angespannt wirkt, ist die Liquiditätslage stabil, und der operative Cashflow war in den vergangenen Jahren durchweg positiv – wenn auch schwankend. Für das laufende Jahr erwarten Analysten erneut einen leichten positiven Free Cashflow.

Warburg Research bestätigt trotz der Prognoseanpassung sein Rating „Buy“ und ein Kursziel von 6,50 Euro. Bewertungskennziffern wie EV/EBITDA 2026e von 6,6 und ein erwartetes KGV 2027e von 10,2 gelten als moderat. Auch die Dividendenrendite von rund vier Prozent unterstreicht, dass der Wert auf Erholungspotenzial setzt.

Wachstumstreiber und Chancen

Softing besitzt mehrere Wachstumssäulen, die das Unternehmen über die aktuelle Schwächephase tragen können. Im Bereich der industriellen Kommunikation profitiert die Gesellschaft von der zunehmenden Vernetzung von Maschinen und Anlagen im Zuge von Industrie 4.0. Besonders stark ist Softing im Öl- und Gassektor positioniert, wo mehr als die Hälfte der eingesetzten Systeme Komponenten des Unternehmens enthalten.

Das Automotive-Engineering bleibt eine stabile Ertragsquelle, da Prüf- und Diagnosetools sowohl für Verbrenner als auch für E-Fahrzeuge unentbehrlich sind. Hinzu kommt die Expansion in Nordamerika, wo Softings größte Tochtergesellschaft derzeit neue Entwicklungsaufträge für künftige Produktgenerationen erhält. Parallel läuft das CORE-Programm, das Prozesse verschlanken, Kosten senken und Margen verbessern soll. Langfristig sorgen die zunehmende Digitalisierung und die Mitgestaltung internationaler Datenprotokolle wie OPC UA für eine Stärkung der technologischen Führungsposition.

Risiken und Herausforderungen

Kurzfristig sieht sich Softing mit Projektverschiebungen und Investitionszurückhaltung im europäischen Industriesegment konfrontiert. Das erschwert die kurzfristige Ergebnissteuerung. Hinzu kommen steigende Finanzierungskosten sowie ein intensiver Wettbewerb im Automatisierungsbereich.

Auch der hohe Entwicklungsaufwand in Relation zur Unternehmensgröße sorgt für Schwankungen in der Profitabilität. Dennoch bleibt die Nachfragebasis solide, und das Management hat mit der bisherigen Kostendisziplin gezeigt, dass das Unternehmen auch in schwächeren Jahren stabil bleibt.

Ausblick und Fazit

2025 wird für Softing ein Übergangsjahr – mit gedämpften Erwartungen, aber stabiler Basis. Die Auftragspipeline ist prall gefüllt, viele Projekte werden jedoch erst 2026 oder 2027 umsatz- und ergebniswirksam. Analysten rechnen in zwei Jahren mit einem EBIT von über 5 Mio. Euro und einem Return on Equity von rund sieben Prozent.

Die Aktie, aktuell bei etwa drei Euro, reflektiert die Unsicherheit bereits deutlich. Sollte die Trendwende im Industriegeschäft einsetzen und das Effizienzprogramm greifen, dürfte das Kurspotenzial beträchtlich sein.

Softing bleibt damit ein Nischenwert mit hoher technischer Kompetenz und resilientem Geschäftsmodell. Die operative Delle ist unangenehm, aber kein strukturelles Problem. Für langfristig orientierte Anleger bleibt die Aktie ein spannender Spezialwert – solide, unterschätzt und mit berechtigtem Optimismus für 2026 und darüber hinaus.

Schlagwörter: DE0005178008FNSofting
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