Der Kölner Außenwerbe-Riese Ströer SE & Co. KGaA (DE0007493991) muss seine Jahresprognose nach unten korrigieren. Geopolitische Unsicherheiten belasten den Werbemarkt stärker als erwartet.
Zollstreit mit den USA belastet weiterhin
Die Hoffnung auf eine schnelle Einigung im Zollstreit mit den USA hat sich nicht erfüllt. Diese Entwicklung war ein wichtiger Baustein der ursprünglichen Prognose. Ohne diese Lösung fehlt dem Werbemarkt ein wichtiger Impuls.
Das Management rechnet nun für 2025 mit Umsatz und EBITDA auf Vorjahresniveau. 2024 erzielte Ströer einen Umsatz von 2,047 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBITDA von 626 Millionen Euro. Ursprünglich war ein organisches Wachstum von etwa 6,4 Prozent geplant.
Ströer SE & Co. KGaA setzt auf langfristige Strategie
Trotz der aktuellen Herausforderungen bleibt der Vorstand optimistisch. Die Digitalisierung der Außenwerbe-Infrastruktur soll kontinuierliche Marktanteilsgewinne bringen. Diese Strategie zielt auf mittel- und langfristige Erfolge.
Der deutsche Werbemarkt durchlebt schwierige Zeiten. Unternehmen halten sich bei Investitionen zurück. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen verunsichern Werbetreibende zusätzlich.
Abhängigkeit vom vierten Quartal steigt
Besonders problematisch ist die starke Abhängigkeit vom Schlussquartal 2025. Diese Konzentration macht das Geschäft anfälliger für kurzfristige Schwankungen. In einem unsicheren Marktumfeld ist das ein zusätzlicher Risikofaktor.
Ströer bleibt jedoch ein wichtiger Player im deutschen Werbemarkt. Die Außenwerbung profitiert langfristig von der Urbanisierung und der Digitalisierung. Neue Technologien ermöglichen zielgenauere Werbung und bessere Messung der Kampagnenerfolge.
Marktführer mit soliden Fundamentaldaten
Die Anpassung der Prognose ist ehrlich und transparent. Sie zeigt auch die Herausforderungen der gesamten Werbebranche auf. Ströer verfügt über eine starke Marktposition und ein diversifiziertes Portfolio.
Die Aktie notiert im MDAX und gehört zu den etablierten Werten im Segment. Langfristig orientierte Investoren könnten die aktuelle Schwäche als Chance begreifen. Allerdings sollten sie die konjunkturelle Abhängigkeit des Geschäftsmodells im Blick behalten.







