Die SURTECO GROUP SE (ISIN: DE0005176903) hat in diesen Tagen gleich zwei wichtige Signale an den Kapitalmarkt gesandt. Einerseits legte der Spezialist für Oberflächentechnologie heute seinen Jahresbericht 2025 vor, der trotz eines schwierigen Umfelds am oberen Ende der zuletzt angepassten Prognose abschloss.
Andererseits meldete das Unternehmen bereits gestern den erfolgreichen Abschluss von Verhandlungen zur Verlängerung seiner Finanzierungsvereinbarungen bis Ende 2029. Beide Meldungen zusammen zeichnen das Bild eines Unternehmens, das sich in einem spürbaren Transformationsprozess befindet – mit Licht und Schatten in gleichem Maß.
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Zahlen 2025: Prognose erfüllt, aber Verlust schmerzt
Der Konzernumsatz für das Geschäftsjahr 2025 lag bei 821,2 Millionen Euro und damit um rund vier Prozent unter dem Vorjahreswert. Bereinigt man um negative Währungseffekte und den wegfallenden Umsatz aus dem eingestellten Imprägnate-Geschäft, beläuft sich der organische Rückgang auf zwei Prozent. Das bereinigte EBITDA sank um 16 Prozent auf 80,2 Millionen Euro.
Damit bewegte sich SURTECO zwar am oberen Rand der eigenen Erwartungen, doch unterm Strich stand ein Konzernfehlbetrag von 14,3 Millionen Euro – nach einem Gewinn von 8,4 Millionen Euro im Vorjahr. Belastet wurde das Ergebnis durch negative Währungskurseffekte sowie Sonderkosten. Eine Dividende wird es daher nicht geben; Vorstand und Aufsichtsrat haben entschieden, die Liquidität im Unternehmen zu halten.
SURTECO sichert Handlungsspielraum bis 2029
Gestern, also am Montag, kam die für viele Investoren wohl wichtigere Nachricht: SURTECO hat sich mit seinen Finanzierungspartnern auf eine Verlängerung der bestehenden Verbindlichkeiten bis Dezember 2029 verständigt. Das gibt dem Konzern Planungssicherheit und Luft für die laufende strategische Neuausrichtung. Im Zuge dieser Vereinbarung wurde auch ein Gutachten nach dem IDW-S6-Standard in Auftrag gegeben, dass die Fortführungsfähigkeit des Unternehmens bestätigen soll.
Dieses Vorgehen ist in der deutschen Unternehmenslandschaft nicht ungewöhnlich, wenn Unternehmen in einem Umbau stecken. Parallel prüft SURTECO ergebnisoffen einen möglichen Verkauf der Geschäftsbereiche Profile und/oder Kantenbänder. Etwaige Erlöse würden zur Schuldenreduzierung genutzt.
Starkes erstes Quartal 2026 stimmt zuversichtlich
Trotz des herausfordernden Umfelds zeigt der Blick nach vorne erste ermutigende Signale. Nach vorläufigen Zahlen erzielte SURTECO im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 208,4 Millionen Euro bei einem bereinigten EBITDA von 26,7 Millionen Euro. Bemerkenswert: Die Marge verbesserte sich von 12,0 auf 12,8 Prozent. Das deutet darauf hin, dass die laufenden Effizienzmaßnahmen erste Früchte tragen. Für das Gesamtjahr 2026 plant SURTECO mit einem Umsatz zwischen 780 und 830 Millionen Euro sowie einem bereinigten EBITDA von 70 bis 90 Millionen Euro. Der finale Quartalsbericht folgt am 30. April 2026.








