Die Norma Group (ISIN: DE000A1H8BV3) hat im zweiten Quartal 2026 gezeigt, dass ihre Transformation Wirkung entfaltet. Der Spezialist für Verbindungstechnik verbesserte seine Profitabilität in einem weiterhin schwierigen Umsatzumfeld deutlich. Der berichtete Konzernumsatz lag bei 211,8 Millionen Euro und damit 0,6 Prozent unter dem Vorjahr. Dieser leichte Rückgang geht jedoch ausschließlich auf negative Währungseffekte zurück. Bereinigt um diese Effekte wuchs der Umsatz sogar leicht. Viel wichtiger ist die Ertragsseite. Das bereinigte EBIT stieg von 2,3 auf 7,6 Millionen Euro und hat sich damit mehr als verdreifacht. Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich von 1,1 auf 3,6 Prozent. Diese Entwicklung ist bemerkenswert, weil sie zeigt, dass das Unternehmen auch ohne Umsatzschub profitabler arbeiten kann.
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Warum das Programm NewNORMA für die Norma Group so entscheidend ist
Hinter der Verbesserung steht das Transformationsprogramm NewNORMA. Es zielt darauf ab, die Kostenbasis zu senken, die Qualität des Umsatzes zu erhöhen und den Cashflow stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Die Studienautoren des Programms setzen dabei auf eine schlankere Organisation. So wurde der sozialverträgliche Stellenabbau in Deutschland abgeschlossen, während Maßnahmen im Ausland sogar leicht vor dem Zeitplan liegen. Gleichzeitig sorgten bessere Materialkosten für eine höhere Bruttomarge.
Besonders erfreulich entwickelte sich der Geschäftsbereich Industry Applications. Bereinigt um Währungseffekte legte er um 8,4 Prozent zu und profitierte von Trends wie Digitalisierung, Elektrifizierung und dem Ausbau der Energieinfrastruktur. Neue Projekte entstanden unter anderem im schnell wachsenden Markt für Rechenzentren, mit Folgeaufträgen in Malaysia sowie Neugeschäft in Australien. Auch Anwendungen in Batterie-Energiespeichersystemen kamen hinzu. Der Bereich Mobility & New Energy blieb dagegen schwächer, weil die globale Automobilnachfrage weiter verhalten ist.
Norma Group sichert sich den größten Einzelauftrag der Firmengeschichte
Für Aufsehen sorgt ein besonderer Erfolg im Bereich Mobility & New Energy. Das Unternehmen gewann den größten Einzelauftrag seiner Geschichte und wird für einen führenden globalen Automobilhersteller Thermomanagementsysteme liefern. Der Vertrag hat ein Lifetime-Umsatzvolumen von rund 157 Millionen Euro. Hinzu kam ein weiterer Großauftrag für eine Motorenplattform eines nordamerikanischen Nutzfahrzeugherstellers. Vorstandsvorsitzende Birgit Seeger verwies auf die zunehmende Wirksamkeit der Vertriebsinitiative.
Im ersten Halbjahr erreichte das bereinigte EBIT 14,0 Millionen Euro, nach nur 2,1 Millionen Euro im Vorjahr. Durch den Verkauf des Water-Management-Geschäfts verfügt das Unternehmen zudem über eine deutlich gestärkte Bilanz und eine Nettoliquidität zum Halbjahresende. Die Prognose für das Gesamtjahr bleibt bestätigt, mit einem Umsatzwachstum von rund null bis zwei Prozent und einer bereinigten EBIT-Marge zwischen etwa zwei und vier Prozent. Ein Strategie-Update ist für den 19. Oktober 2026 angekündigt. Damit dürfte klarer werden, wie es nach der Transformation weitergeht.









