Gewinnwarnungen sind im Börsenjahr 2025 und auch zuletzt keine Seltenheit gewesen. Umso angenehmer fällt auf, wenn ein Unternehmen seine Prognose in die andere Richtung anpasst. Die cyan AG (ISIN: DE000A2E4SV8), ein auf Cybersicherheit spezialisierter Anbieter mit Fokus auf Mobilfunk- und Festnetzbetreiber, hat heute eine Anhebung ihrer EBITDA-Erwartung für das Geschäftsjahr 2025 bekanntgegeben.
Konkret rechnet das Unternehmen nun mit einem positiven Konzern-EBITDA zwischen 0,75 und 0,85 Millionen Euro. Die bisherige Prognose hatte lediglich ein leicht positives Ergebnis in Aussicht gestellt, das das Niveau des ersten Halbjahres 2025 von 0,5 Millionen Euro nicht überschreiten sollte.
Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2024 hatte cyan noch ein negatives EBITDA von minus 1,5 Millionen Euro verbucht. Auch wenn die absoluten Zahlen noch überschaubar sind, markiert die Entwicklung einen echten Richtungswechsel.
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Was steckt hinter der Verbesserung?
Der Grund für die bessere Entwicklung liegt laut Unternehmen in ungeplanten Zusatzerlösen. Konkret handelt es sich um Weiterverrechnungen sowie zusätzliche Umsätze aus sogenannten Change-Requests und Set-up-Fees – also Zahlungen, die entstehen, wenn Kunden Anpassungen an bestehenden Lösungen beauftragen oder neue Integrationen starten. Das ist ein Hinweis darauf, dass die bestehenden Kundenbeziehungen aktiv weiterentwickelt werden.
Zu den Partnern von cyan zählen bekannte Namen wie die Orange-Gruppe, die Deutsche Telekom mit ihrer Marke Magenta sowie der südamerikanische Telekomkonzern Claro Chile. Das Geschäftsmodell von cyan basiert auf White-Label-Lösungen: Die Cybersicherheitsprodukte werden in die Apps und Systemlandschaften der Telekommunikationspartner integriert und dort unter deren eigener Marke vertrieben. Das reduziert den eigenen Vertriebsaufwand, macht cyan aber auch abhängig von der Aktivität und den Budgets der jeweiligen Partner.
Kleines Unternehmen, großes Thema
Cybersicherheit gehört zu den wachstumsstärksten Segmenten der gesamten Technologiebranche. Die Nachfrage nach Schutzlösungen steigt – bei Unternehmen, bei Privatnutzern und bei Telekommunikationsanbietern, die ihren Kunden zunehmend gebündelte Sicherheitspakete anbieten wollen.
cyan hat sich in dieser Nische mit fast zwanzig Jahren Erfahrung positioniert und betreibt ein eigenes Forschungs- und Entwicklungszentrum, um neue Trends frühzeitig aufzugreifen. Mit dem Produkt cyan Guard 360 adressiert das Unternehmen zudem den Mittelstand über Managed-Service-Anbieter – ein Marktsegment, das ebenfalls stark wächst.
Börse zeigt sich erwartungsvoll
Die Herabstufung der Prognose findet deutlichen Anklang an der Börse. So kann die Aktie das Momentum, dass sie schon in den vergangenen Handelstagen aufgebaut hatte, weiter verstärken. Mit dem Ergebnis, dass nach dem Break der 50-Tage-Linie nach oben es nun auch um die 100-Tage-Linie geht. Nicht zu vergessen, dass auch die 200-Tage-Linie als langfristiger Trendindikator ebenfalls in greifbare Nähe gerückt ist. Ein Break dieses Trends würde natürlich zusätzliche Aufwärtsdynamik entfachen können, was, wie man bei cyan auch sehen kann, auch fundamental unterfüttert wäre.
Transparenzhinweis: Zwischen der Cyan AG und der Finx Media GmbH (Betreiberin von nebenwertewelt.de) besteht eine entgeltliche Vereinbarung über eine fortlaufende redaktionelle Begleitung des Unternehmens. Die Berichterstattung erfolgt journalistisch unabhängig. Soweit nicht anders offengelegt, halten weder die Finx Media GmbH noch deren Mitarbeiter Aktien oder sonstige Finanzinstrumente der Cyan AG. Diese Veröffentlichung stellt weder eine Anlageberatung noch eine Anlageempfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar. Mögliche Interessenkonflikte werden im Einzelfall gesondert ausgewiesen.









