Die Analysten haben heute ihre Einschätzungen zu mehreren deutschen Small- und Mid-Caps aktualisiert. Hier die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
Einhell mit konservativem Ausblick trotz starkem Wachstum
Warburg Research bestätigt die Kaufempfehlung für Einhell und hebt das Kursziel von 100 auf 105 Euro an. Das Unternehmen sei im zweiten Quartal in allen Regionen abermals kräftig gewachsen und habe die Marge deutlich verbessert. Dank der Power-X-Change-Batterieplattform-Produkte habe Einhell Marktanteile gewonnen. Der nur bestätigte Ausblick auf 2025, vor allem die Margenprognose, erscheine daher nunmehr konservativ. Die Analysten halten die langfristige Wachstumsstrategie für intakt, da sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt habe, zu den großen Heimwerkermarken aufzuschließen. Die für Mitte 2026 geplante Einführung einer Profi-Produktlinie dürfte Einhell eine weitere Säule verschaffen, auf die sich das Wachstum stützen könne.
Carl Zeiss Meditec mit anhaltenden China-Sorgen
Berenberg bestätigt die Halteempfehlung für Carl Zeiss Meditec, senkt jedoch das Kursziel deutlich von 65 auf 47 Euro. Das Unternehmen habe nach der Pandemie mit einer Vielzahl von Problemen zu kämpfen gehabt, die Wachstum und Margen belastet hätten. Dazu gehörten in China das schwache Verbrauchervertrauen und die volumenbasierte Beschaffung sowie die Auswirkungen der hohen Zinsen auf die Investitionen in den USA. Die Ausrichtung des Unternehmens auf eine Erholung in China bleibe jedoch ein wesentliches Hindernis für eine positivere Einschätzung, da das Unternehmen nur geringe Prognosesicherheit bei refraktiven chirurgischen Eingriffen habe und es an verlässlichen Marktdaten mangele.
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Delticom profitiert von starker Marktposition
Montega bestätigt die Kaufempfehlung für Delticom mit einem Kursziel von 5,00 Euro. Das Unternehmen habe im zweiten Quartal eine starke Umsatzentwicklung in einem schwierigen Marktumfeld gezeigt. Delticom habe zuvor erzielte Kosteneinsparungen an seine Kunden weitergegeben und dadurch das starke Wachstum des Auftaktquartals noch weiter steigern können. Sowohl Verkaufsvolumen als auch Umsatz hätten im ersten Halbjahr zweistellig zugelegt, während der europäische Gesamtmarkt einen Rückgang der Volumen verzeichnet habe. Im weiteren Jahresverlauf könnten hohe Antidumpingzölle auf chinesische Reifen zu Angebotsengpässen und erhöhten Preisen führen.
ad pepper media mit übernahmegetriebener Dynamik
First Berlin Equity Research bestätigt die Kaufempfehlung für ad pepper media mit einem Kursziel von 5,00 Euro. Die Aktie habe sich vor dem Hintergrund der Übernahmen von solute und Checkout Charlie innerhalb der letzten 12 Monate etwa verdoppelt. Das Unternehmen sei nun deutlich stärker aufgestellt, und die durch Übernahmen getriebene Ertragsdynamik werde bis einschließlich 2026 anhalten. Die Übernahme von solute mit ihrem führenden deutschen Preisvergleichsportal habe den Ad-Tech-Fokus gestärkt, und die Kombination mit dem Affiliate-Netzwerk Webgains biete Synergieeffekte. Das Q2-EBITDA stieg um 61 Prozent auf 0,8 Millionen Euro, was auf den starken Beitrag von solute zurückzuführen sei.
CTS Eventim enttäuscht mit schwachem Quartal
Baader Helvea stuft CTS Eventim weiterhin mit „Add“ und einem Kursziel von 112 Euro ein, obwohl das Unternehmen mit Umsatz und Ergebnis im zweiten Quartal die Erwartungen verfehlt habe. Ursächlich für die verfehlte Umsatzerwartung sei vor allem das Segment Live Entertainment gewesen, dessen Umsatz um 4,5 Prozent zurückgegangen sei. Die Festivals Rock am Ring und Rock im Park seien zwar abermals ausverkauft gewesen, doch habe CTS von „Gegenwind auf einigen europäischen Märkten“ berichtet. Bei Ticketing hätten die Kosten der Integration von Übernahmen die Erwartungen belastet, diese dürften jedoch nur vorübergehender Natur sein.
Bechtle übertrifft Erwartungen im zweiten Quartal
Die LBBW bestätigt die Kaufempfehlung für Bechtle und hebt das Kursziel von 44 auf 46,50 Euro an. Im zweiten Quartal sei es für das Unternehmen besser gelaufen als gedacht. Ein von Zukäufen getragenes leichtes Umsatzplus sei einhergegangen mit einem geringer als befürchtet ausgefallenen Margendruck. Auf den wichtigen Märkten Deutschland und Frankreich hätten weiter verunsicherte Mittelstandskunden und verhaltene öffentliche Auftraggeber bei den IT-Ausgaben gebremst. Im Ausland sei es dagegen dank erstmaliger Berücksichtigung jüngster Akquisitionen erneut besser gelaufen. Der Auftragsbestand im Konzern habe im zweiten Quartal um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 2,65 Milliarden Euro zugelegt.







