Die Payments Group Holding (DE000A1MMEV4) will den nächsten großen Schritt wagen und prüft den Einstieg in das rasant wachsende Stablecoin-Geschäft. Für die Frankfurter Holding könnte das ein wichtiger Baustein für die künftige Wachstumsstrategie werden. CEO Christoph Gerlinger sieht in Stablecoins eine echte Revolution für das Zahlungswesen.
Riesiger Markt mit enormem Potenzial
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Das Transaktionsvolumen mit Stablecoins erreichte im ersten Quartal 2025 über 6 Billionen US-Dollar und übertraf damit erstmals das globale Kreditkartennetzwerk Visa. Marktforscher erwarten bis 2030 einen Marktwert von mehreren Billionen Dollar. Mehr als 10 Prozent aller weltweiten Zahlungen könnten dann über Stablecoins abgewickelt werden.
Diese Entwicklung hat auch politische Aufmerksamkeit erregt. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete im Juli 2025 ein Dekret zur Förderung von Stablecoins. Europa steht unter Zugzwang und muss nachziehen, um im globalen Wettbewerb nicht abgehängt zu werden.
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Payments Group Holding bringt beste Voraussetzungen mit
Die Holding verfügt nach eigenen Angaben über das notwendige Know-how und die regulatorischen Voraussetzungen für einen Stablecoin-Launch. Das macht Sinn, denn die Gruppe wird nach Abschluss der geplanten Übernahmen vier PayTech-Unternehmen umfassen. Calida Financial besitzt bereits eine E-Geld-Lizenz der maltesischen Finanzaufsicht.
Für die Machbarkeitsstudie holte sich das Unternehmen Verstärkung. Professor Ralf Wandmacher gilt als einer der führenden Blockchain-Experten Europas. Er soll prüfen, wie ein MiCAR-konformer Stablecoin technisch und wirtschaftlich umgesetzt werden kann.
Wenig Konkurrenz in Deutschland
Der deutsche Markt bietet noch viel Raum für neue Anbieter. Aktuell verfügt nur das Start-up AllUnity über eine BaFin-Lizenz für MiCAR-konforme Stablecoin-Emission. An diesem Unternehmen sind unter anderem die Deutsche Bank-Tochter DWS, Flow Traders und Galaxy Digital beteiligt. In ganz Europa gibt es lediglich zwölf Euro-basierte Stablecoins.
Diese geringe Konkurrenz könnte der Payments Group zugutekommen. Das Unternehmen verfügt über ein globales Netzwerk mit mehr als 550.000 Bargeldzahlstellen und bedient bereits Hunderte von Online-Händlern weltweit. Diese Infrastruktur wäre eine solide Basis für Stablecoin-Services.
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Chancen und Risiken abwägen
Stablecoins verbinden die Stabilität traditioneller Währungen mit den Vorteilen digitaler Assets. Sie ermöglichen schnelle, kostengünstige Transaktionen rund um die Uhr und über Ländergrenzen hinweg. Gleichzeitig sind sie aber auch mit regulatorischen Risiken verbunden.
Die Payments Group muss nun genau prüfen, ob und wie ein Einstieg sinnvoll wäre. Bei positiver Entscheidung könnte das Unternehmen früh in einem Zukunftsmarkt positioniert sein. Das würde gut zur Strategie passen, innovative Finanzdienstleistungen anzubieten und von der Digitalisierung des Zahlungsverkehrs zu profitieren.







