Der Spezialchemie-Konzern Nabaltec AG (DE000A0KPPR7) hat seine Halbjahreszahlen für 2025 vorgelegt und bestätigt damit ein herausforderndes Geschäftsumfeld. Bei einem Konzernumsatz von 106,5 Millionen Euro musste das Schwandorfer Unternehmen einen Rückgang von 1,7 Prozent verkraften. Besonders das zweite Quartal zeigt, wie sehr die Chemiebranche unter der aktuellen Marktlage leidet.
Schwaches Q2 belastet Gesamtergebnis
Das zweite Quartal entwickelte sich deutlich schwächer als erwartet. Mit 51,8 Millionen Euro lag der Umsatz um 4,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Grund dafür waren vor allem makroökonomische und geopolitische Unsicherheiten. Diese führten zu einem volatilen Orderverhalten der Kunden, das von Kurzfristigkeit geprägt war.
Die Entwicklung zeigt sich auch in den beiden Produktsegmenten unterschiedlich. Während die „Funktionalen Füllstoffe“ im ersten Halbjahr noch ein minimales Plus von 0,3 Prozent erzielten, gingen die „Spezialoxide“ um 7,0 Prozent zurück. Hier macht sich die anhaltende Schwäche der Stahlindustrie bemerkbar.
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Nabaltec passt Prognose nach unten an
Die Ertragslage verschlechterte sich deutlicher als die Umsatzentwicklung. Das EBIT sank um 18,5 Prozent auf 8,9 Millionen Euro. Die entsprechende Marge liegt bei 8,4 Prozent nach 9,9 Prozent im Vorjahr. Diese Entwicklung zwang das Management zu einer Prognose-Anpassung. Statt des ursprünglich erwarteten Umsatzwachstums von 3 bis 5 Prozent rechnet Nabaltec nun mit einem Rückgang von bis zu 2 Prozent.
Bei der EBIT-Marge bleibt das Unternehmen bei seiner Bandbreite von 7 bis 9 Prozent. Allerdings dürften höhere Energie- und Personalkosten sowie planmäßig steigende Abschreibungen das Ergebnis weiter belasten. Trotz der schwierigen Lage hält CEO Johannes Heckmann an der Investitionsstrategie fest. Rund 30 Millionen Euro sollen auch 2025 in Zukunftsprojekte fließen.
Langfristige Strategie bleibt unverändert
Nabaltec setzt weiterhin auf seine Spezialisierung in zwei Kernbereichen. Die funktionalen Füllstoffe finden Verwendung in der Kunststoffindustrie, etwa bei flammhemmenden Kabeln für Tunnel und Hochhäuser. Die Spezialoxide kommen in der technischen Keramik und Feuerfestindustrie zum Einsatz. Beide Bereiche profitieren langfristig von Megatrends wie Elektromobilität und Nachhaltigkeit.
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Das Unternehmen ist gut positioniert, um von einer Marktbelebung zu profitieren. Die Produktionsstandorte in Deutschland und den USA bieten eine solide Basis. Entscheidend wird jedoch sein, wann sich die Nachfrage wieder erholt und die geopolitischen Unsicherheiten abnehmen.







