Die Hannover Rück SE (ISIN: DE0008402215) erhöht nach einem sehr guten Geschäftsverlauf in den ersten neun Monaten ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2025 von rund 2,4 Milliarden Euro auf rund 2,6 Milliarden Euro. Der Nettokonzerngewinn stieg in den ersten drei Quartalen um 7,7 Prozent auf zwei Milliarden Euro, die annualisierte Eigenkapitalrendite erreichte beachtliche 22 Prozent und liegt damit deutlich über dem strategischen Zielwert von mehr als 14 Prozent. Diese Zahlen dokumentieren die operative Stärke eines Rückversicherers, der in einem anspruchsvollen Marktumfeld auf mehreren Ebenen überzeugt.
Die Großschadenbelastung blieb mit 1.177 Millionen Euro komfortabel innerhalb des budgetierten Erwartungswertes von 1.636 Millionen Euro für diesen Zeitraum. Beide Geschäftsbereiche, die Kapitalanlagen sowie die kosteneffiziente Aufstellung trugen zum sehr guten Konzernergebnis bei. Vorstandschef Clemens Jungsthöfel betont, dass die positive Geschäftsentwicklung die Grundlage für die Anhebung der Gewinnprognose bilde, ergänzt durch zusätzliche positive Einmaleffekte im Währungsergebnis und eine geringere Steuerbelastung.
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Schaden-Rückversicherung profitiert von guter Marktlage
Das Segment Schaden-Rückversicherung lieferte eine überzeugende Performance. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 7,6 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro, die kombinierte Schaden-Kostenquote verbesserte sich auf 86,0 Prozent nach 87,9 Prozent im Vorjahr. Die unterjährigen Vertragserneuerungen resultierten in weitgehend stabilen Konditionen und weiterhin risikoadäquaten Preisen. Aufgrund der anhaltend guten Marktlage nutzte Hannover Rück Wachstumschancen, um ihr Geschäft profitabel auszubauen.
Die vertragliche Netto-Servicemarge aus dem Neugeschäft verbesserte sich um 6,9 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro, was den auf Profitabilität fokussierten Zeichnungsansatz widerspiegelt. Besonders bemerkenswert ist die konservative Reservierungspolitik, mit der die Resilienz in den Schadenreserven weiter erhöht wurde. Diese lag laut externer Studie zum Jahresende 2024 bereits bei 2,5 Milliarden Euro und wurde im laufenden Jahr systematisch ausgebaut.
Personen-Rückversicherung entwickelt sich robust
Das Geschäftsfeld Personen-Rückversicherung entwickelte sich in den ersten neun Monaten weiterhin robust, insbesondere im Bereich der Langlebigkeitsdeckungen. Die vertragliche Netto-Servicemarge aus dem Neugeschäft wuchs deutlich auf 373 Millionen Euro nach 223,1 Millionen Euro im Vorjahr. Das Rückversicherungs-Serviceergebnis stieg leicht auf 671,3 Millionen Euro und liegt damit auf einem guten Niveau, um das Jahresziel von mehr als 875 Millionen Euro zu erreichen.
Das operative Ergebnis veränderte sich um 9,9 Prozent auf 645,3 Millionen Euro. Diese Entwicklung zeigt, dass Hannover Rück auch in diesem Segment ihre starke Marktposition behauptet und von strukturellen Trends wie der demografischen Entwicklung profitiert.
Kapitalanlagen zeigen strategische Weitsicht
Die Kapitalanlagestrategie von Hannover Rück zeichnet sich durch aktives Management aus. Im dritten Quartal nutzte das Unternehmen die positive Entwicklung im Rückversicherungsgeschäft gezielt, um die Resilienz des Kapitalanlageportfolios zu stärken. Durch die Reduzierung stiller Lasten im festverzinslichen Anlagebestand verbessert Hannover Rück ihre zukünftigen Kapitalanlage-Erträge über die Neuanlage zu aktuell höheren Zinsen. Finanzvorstand Christian Hermelingmeier betont die strategische Dimension dieser Maßnahmen.
Die annualisierte Durchschnittsrendite lag bei 2,8 Prozent, wobei das Renditeziel aufgrund der aktiven Verlustrealisierung auf rund 2,9 Prozent angepasst wurde. Für 2026 peilt Hannover Rück einen Konzerngewinn von mindestens 2,7 Milliarden Euro an und rechnet mit einer Kapitalanlagerendite von rund 3,5 Prozent. Die neue Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von rund 55 Prozent des Nettokonzerngewinns unterstreicht das Vertrauen in die nachhaltige Ertragskraft.








