Die Stabilus SE (ISIN: DE000STAB1L8) erfüllt mit vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 ihre im August angepasste Prognose. Zudem setzt sie die Weichen für eine nachhaltige Ergebnisverbesserung. Der Umsatz erreichte 1.296,1 Millionen Euro nach 1.305,9 Millionen Euro im Vorjahr, was einem Rückgang von 0,8 Prozent entspricht. Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 11,0 Prozent nach 12,0 Prozent im Vorjahr. Das Konzernergebnis belief sich auf 24,2 Millionen Euro nach 72,0 Millionen Euro im Vorjahr und ist unter anderem durch Einmaleffekte in Höhe von 18 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem laufenden Transformationsprogramm belastet.
Der bereinigte Free Cashflow erreichte 119,0 Millionen Euro nach 132,8 Millionen Euro im Vorjahr. Diese Zahlen spiegeln ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld wider, in dem Stabilus mit gezielten Maßnahmen gegensteuert. CEO Dr. Michael Büchsner betont, dass das im September gestartete Transformationsprogramm die Strukturen weiter vereinfachen und Kosten konsequent reduzieren soll. Ab 2028 werden regelmäßige Einsparungen von rund 32 Millionen Euro erwartet. Bereits im Jahr 2027 sind geplante Einsparungen von 19 Millionen Euro vorgesehen.
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Regionale Entwicklung zeigt unterschiedliche Dynamiken
Die regionale Umsatzentwicklung präsentiert sich differenziert. In der Region Americas verzeichnete Stabilus ein Wachstum von 2,5 Prozent auf 480,9 Millionen Euro. In der Region EMEA legte der Umsatz um 3,2 Prozent auf 542,2 Millionen Euro zu. Diese Zuwächse konnten den deutlichen Rückgang in der Region Asien-Pazifik von 12,4 Prozent auf 273,0 Millionen Euro nicht vollständig kompensieren.
Der Rückgang in Asien resultierte insbesondere aus Zollkonflikten. Diese belasteten den lokalen Automotive-Markt stark. Auch in der EMEA-Region waren die Auswirkungen der US-Zollpolitik spürbar, vor allem im Bereich Automation. Dennoch gelang es Stabilus, in der Region Americas durch die Konsolidierung von Destaco sowie das Wachstum in den Segmenten DIAMEC, HRF, AMR und IMA das schwache Automotive-Geschäft auszugleichen. Auch deutliche negative Währungseffekte konnten weitgehend kompensiert werden. Diese Diversifikation zeigt ihre stabilisierende Wirkung.
Segmente entwickeln sich heterogen
Nach Marktsegmenten verzeichnete Stabilus ein deutliches Umsatzwachstum im Bereich Industrial Machinery & Automation von 61 Prozent. Dies war auf die Konsolidierung von Destaco zurückzuführen. Im Bereich DIAMEC legte der Umsatz um fünf Prozent zu, während der Bereich AMR konstant blieb. In anderen Marktsegmenten kam es zu Rückgängen: Energy & Construction minus 23 Prozent, Automotive minus zehn Prozent, HRF minus fünf Prozent und Commercial Vehicles minus fünf Prozent.
Diese Entwicklung verdeutlicht, dass Stabilus in einem anspruchsvollen Marktumfeld operiert. Dieses ist durch Handelskonflikte, Preisdruck und einen schwachen US-Dollar geprägt. Der Nettoverschuldungsgrad blieb zum 30. September 2025 mit 2,97 weiterhin unter der kritischen Schwelle von 3,0. Stabilus hält am Ziel fest, diesen Wert innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre deutlich unter 2,0 zu senken. Mittelfristig wird ein Wert von 1,0 angestrebt.
Transformationsprogramm verläuft planmäßig
Das im September verabschiedete Transformationsprogramm verläuft nach Unternehmensangaben planmäßig. Es zielt darauf ab, die Unternehmensstruktur zu straffen, Personal- und Betriebskosten zu senken sowie das Standortportfolio zu optimieren. Damit verfolgt Stabilus die im Rahmen der Strategie STAR 2030 definierten Ziele konsequent. Für die Umsetzung der Maßnahmen hat das Unternehmen zum Geschäftsjahresende eine Rückstellung für einmalige Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 18 Millionen Euro gebildet.
Die Mittelabflüsse werden überwiegend im Geschäftsjahr 2026 erfolgen. Die erwarteten regelmäßigen Einsparungen von rund 32 Millionen Euro ab 2028 bilden eine solide Basis für eine verbesserte Profitabilität. Auch in einem herausfordernden Marktumfeld hat Stabilus seine Investitionen in Modernisierung, Innovation und Effizienzsteigerung konsequent fortgeführt. Dies zeigt besondere Resilienz auf dem Weg zurück zum profitablen Wachstumskurs.








