Die Baumarktkette Hornbach (ISIN: DE0006083405) lässt sich von der Konsumflaute nicht bremsen. Im ersten Halbjahr 2025/26 steigerte der Konzern den Umsatz um 4,4 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Auch im zweiten Quartal legte der Erlös um drei Prozent zu, obwohl es zwei Verkaufstage weniger gab. Das bereinigte EBIT kletterte um 2,5 Prozent. Hornbach gewinnt in mehreren Ländern Marktanteile und bleibt auf Expansionskurs.
Starke Kundenfrequenz treibt Wachstum
Die Zahlen belegen eine robuste Entwicklung. Der Teilkonzern Hornbach Baumarkt steigerte den Umsatz um 4,7 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Flächenbereinigt und ohne Währungseffekte wuchs der Erlös um 3,6 Prozent. Das ist mehr als viele Wettbewerber erreichen. In Deutschland legte der Umsatz um 2,9 Prozent zu, im Ausland um 6,4 Prozent. Der Auslandsanteil stieg auf 52,7 Prozent.
Besonders erfreulich ist die Marktanteilsentwicklung. In Deutschland kletterte der Anteil auf 15,5 Prozent nach 14,9 Prozent im Vorjahr. In Österreich erreichte Hornbach 17,7 Prozent, in Tschechien starke 38,5 Prozent und in den Niederlanden 28,8 Prozent. Das zeigt, dass die Strategie greift und Kunden überzeugt.
Der Online-Anteil wuchs auf 13,1 Prozent nach 12,5 Prozent im Vorjahr. Der Online-Umsatz stieg um 10,2 Prozent auf 447 Millionen Euro. Hornbach punktet mit einem kanalübergreifenden Ansatz und landet in Kundenzufriedenheitsumfragen regelmäßig auf Platz eins.
Profitabilität bleibt unter Druck
Das bereinigte EBIT stieg im Halbjahr um 2,5 Prozent auf 272 Millionen Euro. Die Marge lag mit 7,6 Prozent minimal unter Vorjahr. Im zweiten Quartal allein ging das bereinigte EBIT um 7,2 Prozent zurück. Grund sind inflationsbedingte Gehaltsanpassungen und mehr Personal wegen Neueröffnungen. Zudem fehlte ein positiver Sondereffekt aus dem Vorjahr.
Das Finanzergebnis litt unter negativen Währungseffekten von 2,6 Millionen Euro. Im Vorjahr hatten Währungsgewinne geholfen. Das Ergebnis je Aktie lag mit 10,74 Euro nahezu auf Vorjahresniveau. CEO Albrecht Hornbach zeigt sich zufrieden. Das Unternehmen sei widerstandsfähig und baue Marktanteile aus.
Expansion geht weiter
Hornbach betreibt aktuell 172 Bau- und Gartenmärkte in neun Ländern. Im September eröffneten zwei neue Standorte in Bukarest und Eisenstadt. Anfang Oktober folgt Timișoara in Rumänien. Im November öffnet in Mainz-Kastel ein Fachmarkt für Bodenbeläge unter der Marke Bodenhaus.
Die Prognose bleibt bestätigt. Hornbach erwartet einen Umsatz auf oder leicht über dem Vorjahresniveau von 6,2 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT soll das Vorjahresniveau von 269,5 Millionen Euro erreichen. Nach dem guten ersten Halbjahr ist ein Ergebnis in der oberen Hälfte der Spanne wahrscheinlich.
Für Anleger ist Hornbach eine solide Wahl im Einzelhandel. Das Unternehmen wächst profitabel und baut seine Position aus. Die Eigenkapitalquote von 46,9 Prozent bietet Stabilität. Ob die Konsumenten auch im zweiten Halbjahr investieren, bleibt abzuwarten. Die Basis ist jedenfalls gelegt.
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