Die JOST Werke SE (DE000JST4000) profitieren von der erfolgreichen Hyva-Übernahme. Der Nutzfahrzeug-Zulieferer aus Neu-Isenburg steigert Umsatz und Ergebnis deutlich und bestätigt seine Jahresprognose.
Hyva-Integration läuft nach Plan
Der Umsatz explodierte um 44 Prozent auf 429 Millionen Euro. Das bereinigte EBIT kletterte um zehn Prozent auf 37 Millionen Euro. Diese Zahlen zeigen den Erfolg der Hyva-Integration. Der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten stieg um 31 Prozent auf 391 Millionen Euro.
Das Cranes-Geschäft wird als nicht-fortgeführte Aktivität ausgewiesen. Der Verkauf an Mutares schärft den Fokus auf das Kerngeschäft. Die bereinigte EBIT-Marge aus fortgeführten Aktivitäten betrug 9,5 Prozent.
Regionale Entwicklung unterschiedlich
Besonders erfreulich: Das organische Geschäft hielt sich trotz schwieriger Märkte stabil. EMEA wuchs sogar organisch um 3,7 Prozent, während AMERICAS unter US-Zollunsicherheiten litt. APAC profitierte stark von der Hyva-Konsolidierung.
In EMEA stieg der Umsatz um 20,9 Prozent auf 188,1 Millionen Euro. Das bereinigte EBIT wuchs um 29,3 Prozent auf 10,9 Millionen Euro. Die Landwirtschaft und der Transport entwickelten sich positiv.
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Marktumfeld bleibt herausfordernd
AMERICAS kämpfte mit einer Kaufzurückhaltung wegen der US-Zolldiskussion. Der Umsatz stieg durch Hyva um 7,5 Prozent, organisch sank er um 11,1 Prozent. Das bereinigte EBIT fiel auf 11,3 Millionen Euro.
APAC verdoppelte den Umsatz auf 99,4 Millionen Euro, hauptsächlich durch Hyva. Organisch sank der Umsatz um 10,2 Prozent wegen schwächerer Nachfrage in Indien. China entwickelte sich in der Landwirtschaft positiv.
JOST Werke fokussieren auf Kerngeschäft
Der Verkauf des Cranes-Geschäfts an Mutares schärft den Fokus. CEO Joachim Dürr betont die Stärke der Wachstumsstrategie und die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells. Die Markenprodukte und starken Kundenbeziehungen zahlen sich aus.
Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um drei Prozent auf 1,41 Euro. Die Nettoverschuldung kletterte auf 493,8 Millionen Euro. Die Leverage-Ratio von 2,78x soll bis Jahresende wieder unter 2,5x fallen.
Synergien sollen Profitabilität steigern
Die bestätigte Prognose von 50 bis 60 Prozent Umsatzwachstum bei 25 bis 30 Prozent EBIT-Plus zeigt: JOST bleibt auf der Überholspur. Die Realisierung der identifizierten Synergien soll Hyva zwei Jahre nach Closing in den strategischen EBIT-Margenkorridor von 10 bis 12 Prozent bringen.







