Der Reisemobilhersteller bewältigt erfolgreich die Transformation und beweist seine Widerstandsfähigkeit in einem herausfordernden Marktumfeld. Trotz Umsatzrückgang verbessert sich der Cashflow deutlich.
Strategische Neuausrichtung zahlt sich aus
Knaus Tabbert AG (DE000A2YN504) demonstriert eindrucksvoll, wie gezielte Reformen in schwierigen Zeiten Früchte tragen. Das erste Halbjahr 2025 stand ganz im Zeichen der strategischen Neuausrichtung, die bereits deutliche Wirkung zeigt. Besonders die Senkung der Fix- und Personalkosten führt zu erheblicher Verbesserung der finanziellen Effizienz.
Der Umsatz ging zwar um 18,3 Prozent auf 571,7 Millionen Euro zurück, doch diese Entwicklung war geplant und bildet eine gesunde Basis für die Zukunft. Das bereinigte EBITDA erreichte 22,7 Millionen Euro bei einer Marge von 4,0 Prozent. Viel wichtiger aber: Der Free Cashflow schoss um beeindruckende 116,2 Prozent auf rund 70,1 Millionen Euro hoch.
Knaus Tabbert verschlankt Produktportfolio radikal
Mut zur Veränderung zeigt das Unternehmen bei der Portfoliobereinigung. Produkte mit geringer Nachfrage werden eliminiert und die Komplexität deutlich reduziert. Zum Modelljahr 2026 sinkt die Komplexität um rund 30 Prozent. Diese Fokussierung auf Segmente mit hohem Kundenpotenzial macht die Produktionsprozesse gleichzeitig einfacher und effizienter.
Die Strategie konzentriert sich auf bewährte Produkte und innovative Neuheiten, die gezielt Kundenwünsche erfüllen. Dabei profitiert die Branche von stabiler Endkundennachfrage sowohl in Europa als auch in Deutschland. Die Gesamtzulassungen im ersten Halbjahr 2025 erreichten das drittbeste Ergebnis seit Beginn der Aufzeichnungen.
Positive Marktentwicklung stützt Prognose
Das Reisemobil-Segment legte bei Neuzulassungen in Deutschland um vier Prozent zu. Diese robuste Nachfrage unterstreicht das Potenzial für die Zukunft. Das Management bestätigt daher die Prognose für 2025 mit einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro und einer bereinigten EBITDA-Marge zwischen 5,0 und 5,5 Prozent.
Die eingeleiteten Effizienzmaßnahmen und die Kostenkontrolle unterstützen diese Ziele nachhaltig. Effektive Kostensenkungen und die Reduzierung von Lagerbeständen sowohl beim Hersteller als auch bei Händlern trugen maßgeblich zur Cashflow-Verbesserung bei. Die Anpassung der Produktionspläne und die Reduktion der Personal- und Fixkosten schaffen die Grundlage für gesundes zukünftiges Wachstum.
Die stabile Endkundennachfrage, die positiven Resultate der ersten Jahreshälfte und die strategischen Anpassungen bilden eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung des Unternehmens.







