Der IT-Dienstleister zeigt im zweiten Quartal deutliche Erholung und steigert das Geschäftsvolumen spürbar. Internationale Märkte und der öffentliche Sektor treiben die positive Entwicklung an.
Deutliche Belebung im zweiten Quartal
Bechtle AG (DE0005158703) kann aufatmen: Nach schwierigen Monaten zeigt sich im zweiten Quartal 2025 eine klare Erholung. Das Geschäftsvolumen stieg um 5,1 Prozent auf 1.925,5 Millionen Euro. Besonders international konnte das Unternehmen mit einem Plus von 9,1 Prozent stark zulegen.
Der Umsatz wuchs konzernweit um 0,8 Prozent auf 1.487,2 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis (EBT) lag mit 66,8 Millionen Euro zwar unter dem Vorjahr, doch der Rückgang konnte im Vergleich zum ersten Quartal deutlich eingedämmt werden. Die Bruttomarge erreichte mit 18,4 Prozent annähernd das Vorjahresniveau.
Starke Wachstumsimpulse aus BeNeLux und Großbritannien
Wie in den Vorquartalen kommen besonders starke Impulse aus BeNeLux und Großbritannien. Doch auch in Deutschland belebt sich die Nachfrage der öffentlichen Kunden langsam. Der insgesamt positive Trend hat sich nach Quartalsende im Juli fortgesetzt. Das Unternehmen befindet sich damit wieder zurück auf dem Wachstumspfad.
Die Ergebnissituation verbesserte sich im Vergleich zum ersten Quartal spürbar. Der Anstieg der Kosten war im zweiten Quartal in weiten Teilen nur noch moderat und lag im Rahmen des Geschäftsvolumen-Wachstums. Lediglich die Abschreibungen stiegen mit 15,9 Prozent stärker an, was hauptsächlich auf Investitionen in die Zukunft und getätigte Akquisitionen zurückzuführen ist.
Bechtle bestätigt optimistische Jahresprognose
Der operative Cashflow normalisierte sich nach außerordentlich hohen Vorjahreswerten auf 24,2 Millionen Euro im ersten Halbjahr. Im zweiten Quartal lag er bei 45,2 Millionen Euro und zeigt damit eine positive Entwicklung. Die liquiden Mittel inklusive Geld- und Wertpapieranlagen liegen bei 522,3 Millionen Euro und geben ausreichend Spielraum für weitere Akquisitionen sowie Investitionen.
Die Mitarbeitendenzahl blieb organisch weitgehend stabil bei 15.608 Beschäftigten konzernweit. Bemerkenswert ist das anhaltende Engagement in der Ausbildung: Mit 761 Auszubildenden und dual Studierenden liegt die Zahl um 9,7 Prozent über dem Vorjahresquartal.
Das Management bestätigt die Prognose vom März 2025. Beim Geschäftsvolumen wird leichtes Wachstum erwartet. Das Umsatzwachstum soll aufgrund der positiven Entwicklung des Softwaregeschäfts unterhalb des Geschäftsvolumens liegen. Das Ergebnis wird in einer Bandbreite von minus fünf bis plus fünf Prozent gesehen. Die weitere Belebung des Geschäfts mit öffentlichen Auftraggebern soll ab Spätsommer zusätzlichen Schwung bringen.







