Der Frankenthaler Pumpen- und Armaturenhersteller zeigt sich trotz widriger Umstände robust. Während andere Industrieunternehmen über Flaute klagen, hält KSB weiter Kurs. Das erste Halbjahr 2025 bestätigt die Widerstandsfähigkeit des Konzerns – auch wenn die Märkte nervös sind.
Solides Wachstum bei KSB trotz Gegenwind
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: KSB (DE0006292030) steigerte den Auftragseingang um 3,3 Prozent auf 1,698 Milliarden Euro. Ohne negative Währungseffekte wäre das Plus sogar noch höher ausgefallen. Der Umsatz kletterte um 1,8 Prozent auf 1,465 Milliarden Euro. Das mag auf den ersten Blick nicht spektakulär wirken, aber in diesen Zeiten ist Stabilität Gold wert.
Besonders erfreulich entwickelte sich das Segment Pumpen mit einem Anstieg von 8,2 Prozent auf 941 Millionen Euro. Die Standardmärkte legten sogar um 13,3 Prozent zu. Größere Aufträge aus den Bereichen Wasser und Petrochemie trugen zu diesem Erfolg bei. Das zeigt, dass die Grundnachfrage nach KSB-Produkten intakt ist.
Märkte zeigen sich verunsichert
Doch nicht alles läuft rund. Die Verunsicherung in den Märkten ist spürbar. Sprunghafte Zollpolitik und geopolitische Unwägbarkeiten bremsen die Investitionsbereitschaft. Das bekommen auch die Frankenthaler zu spüren. So ging der Auftragseingang im Energiebereich um 14,3 Prozent zurück – allerdings auch wegen größerer Einzelaufträge im Vorjahr.
Die Region Amerika schwächelte mit einem Minus von 3,5 Prozent beim Auftragseingang. Der schwache US-Dollar macht hier zu schaffen. Umso erfreulicher, dass andere Regionen kompensierten: Der Mittlere Osten und Afrika legten um 15,9 Prozent zu, Asien-Pazifik um 5,9 Prozent.
KSB bestätigt Jahresprognose
Beim Ergebnis zeigt sich die Doppelgesichtigkeit der Lage. Das EBIT sank auf 108 Millionen Euro nach 116,3 Millionen im Vorjahr. Aber hier schlagen Sondereffekte durch: 13,5 Millionen Euro kostete die SAP-Systemumstellung. Bereinigt um diese Kosten verbesserte sich die EBIT-Marge sogar leicht auf 8,3 Prozent.
Das Management um Stephan Timmermann bleibt zuversichtlich und bestätigt die Jahresprognose. Die globale Aufstellung mit Produktion und Service vor Ort soll die Resilienz stärken. Kurze Lieferzeiten und Preisbildung ohne Zolleinflüsse sind in unsicheren Zeiten wichtige Wettbewerbsvorteile.
KSB beweist, dass auch Nebenwerte in schwierigen Phasen ihre Qualitäten ausspielen können. Die Mischung aus stabiler Nachfrage und breiter regionaler Diversifikation zahlt sich aus.







